DHL-Versandbenachrichtigung: Vorsicht vor Virus!

Selim Baykara 1

Unter dem Namen „DHL-Versandbenachrichtigung“ wird derzeit eine E-Mail verbreitet, die einen gefährlichen Virus enthält. Angeblich wurde der Empfänger der Mail nicht zuhause angetroffen und muss sich deshalb einen DHL-Versandschein am Computer herunterladen und ausdrucken - genau hier verbirgt sich die Malware.

Was bedeutet Phishing?

DHL ist eines der größten und bekanntesten Logistik-Unternehmen in Deutschland: Dass der Paket-Lieferant bevorzugtes Ziel von Cyber-Kriminellen und anderen Betrügern dürfte daher nicht weiter verwundern - was die Tatsache aber nicht weniger ärgerlich macht. Im Moment werden wieder zahlreiche E-Mails im Namen von DHL verschickt: Angeblich geht es um eine nicht zugestellte Bestellung - in Wirklichkeit handelt es sich aber um den Versuch, euren Rechner mit einem Trojaner zu unterwandern.

DHL-Versandbenachrichtigung: Vorsicht vor diesem Trojaner!

Update vom 18.07. 2016

Die Betrugsmail, die im Namen von DHL versendet wird, macht derzeit erneut die Runde. Das Prinzip funktioniert im Grunde identisch - allerdings scheinen die Betrüger dazugelernt und die Rechtschreibung ein wenig verbessert zu haben.

DHL Paket Virus

In der E-Mail wird der Empfänger darüber informiert, dass eine kürzlich eingegangene Bestellung nicht zugestellt werden konnte. Deswegen solle man sich einen DHL-Versandschein ausdrucken um den Vorgang abzuschließen. Der Versandschein ist auch das eigentlich gefährliche der Mail: Dahinter verbirgt sich ein Trojaner, der euren Computer unbemerkt unterwandert und den Betrügern Zugriff auf euren Computer ermöglicht.

Der genaue Wortlaut der angeblichen DHL-Versandbenachrichtigung:

Sehr geehrter Herr,
bei der Zustellung Ihrer Order DE43639778 hat der Paketbote versucht, Sie telefonisch zu erreichen, leider ohne Gelingen. Aus diesem Grund wurde die Bestellung zuruck zur Sortierstelle gebracht.Wir haben festgestellt, dass im Moment der Paketanmeldung eine falsche Telefonnummer angegeben wurde.Wir bitten Sie den Lieferschein, den wir an dieses Schreiben angehangt haben, auszudrucken, und sich an die nachstliegende UPS-Filiale zu wenden.

Mit freundlichen GruBen,

United Parcel Service Deutschland Inc. & Co. OHG Germany

dhl-paket-logo

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

DHL-Versandbenachrichtigung: Trojaner infiziert euren Rechner

Viele Nutzer sind vermutlich neugierig und klicken auf die ZIP-Datei, um sich den Versandschein anzuschauen. Das solltet ihr auf keinen Fall machen! Bei dieser ZIP-Datei handelt es sich um einen Trojaner, d.h. ein Programm, das unbemerkt im Hintergrund läuft und den Entwicklern der Malware erlaubt, ohne eure Genehmigung auf euren Rechner zuzugreifen.

  • Im schlimmsten Fall bekommen die Betrüger dadurch vollständigen Zugriff auf vertrauliche Daten, z.B. Passwörter und Zugangsinformationen zu eurem Online-Banking oder Bezahldiensten wie PayPal.
  • Trojaner erkennt man an den Datei-Endungen - üblicherweise handelt es sich um ausführbare Dateien mit den Endungen .exe oder .zip.
  • Die meisten Virenscanner wie Kaspersky erkennen Trojaner, wenn ihr versucht die entsprechende Datei herunterzuladen.
  • Da es aber immer wieder vorkommt, dass Betrüger neue Schadsoftware entwickeln, solltet ihr verdächtige Dateien niemals aus dem Internet herunterladen.
  • Habt ihr den Verdacht, dass ihr euch aus Versehen einen Trojaner heruntergeladen habt, solltet ihr unbedingt einen Virenscanner benutzen um den PC zu checken.
  • Im nächsten Schritt sollte ihr dann alle Passwörter ändern.

Mehr Tipps zu Trojanern gibt’s hier: Trojaner entfernen: So kriegt ihr die Malware vom PC

Malware Screenshot

So schützt ihr euch vor Betrugsmails und Phishing im Internet

Im Internet werden ständig gefälschte E-Mails verschickt, mit denen Kriminelle versuchen, an eure vertrauliche Daten zu kommen. Wenn ihr E-Mails wie die hier beschrieben DHL-Versandbenachrichtigung erhaltet, solltet ihr euch an den folgenden Tipps orientieren:

  • Banken, Online-Händler und Kaufportale fordern ihre Kunden niemals auf, über einen in der Mail enthaltenen Link persönliche Daten einzugeben.
  • Generell ist es immer verdächtig, wenn ihr nicht mit eurem Namen angesprochen werdet.
  • Das Gegenteil (Anrede mit Namen) beweist allerdings nicht, dass die Mail auch echt ist.
  • Klickt niemals auf Links in Mails oder Textbotschaften, wenn ihr den Absender nicht kennt, bzw. euch dieser verdächtig vorkommt.
  • Gebt niemals Daten in vorgegebene Formularfelder in Mails ein – unter Umständen werden die Daten bereits während der Eingabe an die Betrüger weitergeleitet.

Weitere Informationen zum Thema Betrug im Internet findet ihr in dem Artikel Phishing-Mails erkennen: Falsche Mahnungen im Umlauf. Ebenfalls sehr verbreitet in diesen Mails sind sogenannte Abo-Fallen. Lest hierzu diesen Artikel: Abofalle kündigen: So wird’s gemacht (mit Vorlage und Musterbrief).

Bildquelle: mimikama, Rawpixel.com

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