Online Pay AG: Zahlungsaufforderung mit Anhang per Mail – was ist das?

Martin Maciej 47

Wer sein E-Mail-Postfach regelmäßig kontrolliert, findet dort häufig neben normalen Werbemails und tatsächlicher E-Mail-Korrespondenz auch bedrohlich wirkende Nachrichten, Rechnungen oder Mahnungen von Inkassobüros. Seit mehreren Monaten finden sich besonders viele E-Mails mit dem Absender „Inkasso Online Pay AG“ in den Mail-Postfächern von Internetnutzern.

In diesen Mails wird der Leser darauf hingewiesen, eine Rechnungen nicht bezahlt zu haben oder eine Lastschrift für eine Forderung der Online Pay AG nicht erfüllen zu können.

Online Pay AG: Zahlungsaufforderung mit Anhang per Mail

Durch die ausbleibende Zahlung soll der E-Mail-Empfänger die entstandenen Gebühren von einem in der Regel mittleren, zweistelligen Euro-Betrag per Überweisung bezahlen. Gleichzeitig wird eine Frist für die Zahlungsaufforderung durch die Online Pay AG in der Mail aufgeführt. Einen weiteren bedrohlichen Charakter erhält die E-Mail durch den Zusatz, weitere Mahnungen zu erhalten, sollte man der Aufforderung zur Zahlung nicht nachkommen. Zudem wird gedroht, den Fall der Staatsanwaltschaft sowie der Schufa zu übermitteln. Zusätzlich zum Textinhalt ist der Mail ein Anhang beigefügt, welcher die Zahlungsaufforderung bzw. Rechnung enthält.

Der Nutzer wird durch diese Mail unter Druck gesetzt, um ihn so zu einer Panikreaktion z. B. durch das Zahlen des genannten Betrags oder durch das Öffnen des Anhangs zu verleiten.

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Echtheit erhält die Mail unter anderem durch die mehrfache Nennung des Namens des E-Mail-Empfängers. Die Online Pay AG ist nur einer der möglichen Absender solcher Schreckensmails, Alternativen sind unter anderem:

  • Download Center AG
  • Giropay 24 GmbH
  • PayOnline Service AG
  • Video-on-Demand Center
  • Media Plattform
  • Letspay
  • Payment Billing
  • Apay AG

Unterschrieben wird die Nachricht von einem vermeintlichen Rechtsanwalt. Der Wortlaut solcher Mails liest u.a. folgendermaßen:

„Sehr geehrter Kunde (echter Name), Ihr Kreditinstitut hat die Lastschrift zurück buchen lassen. Sie haben eine nicht beglichene Forderung bei Online Pay GmbH.

Aufgrund des andauernden Zahlungsausstands sind Sie gebunden zuzüglich, die durch unsere Beauftragung entstandenen Gebühren von 44,68 Euro zu tragen. Die vollständige Zahlung erwarten wir bis ….

Mit freundlichen Grüßen, Rechtsanwalt …“

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

OnlinePayment GmbH und Co: Fake-Forderungen mit echten Adressen?

Auch unter dem Namen „OnlinePayment GmbH“ werden Fake-Nachrichten dieser Art verschickt. Gleich ist jeweils eine im ZIP-Format angehängte Datei sowie ein Text, der den Leser zu einer Handlung bringen soll. Angegeben ist zusätzlich eine knappe Frist, um Druck aufzubauen. Häufig wird auch eine Meldung bei der Schufa angedroht.

Erschreckend ist, dass die Mails mit echtem Namen und der Adresse der Empfänger verschickt werden, während ähnliche Phishing-Mails nur mit einer unpersönlichen Anrede im Mail-Postfach landen. Mehreren User-Kommentaren sowie verschiedenen Quellen im Netz zufolge ist anzunehmen, dass die Adressdaten aus einem eBay-Hack stammen könnten. 2014 wurde die Kundendatenbank des Online-Portals gehackt, In Folge des Angriffs wurden 145 Millionen Kundensätze kopiert. Zuden abgegriffenen Daten gehörten neben Namen und Mail-Adresse auch die Telefonnummer, Postadresse, Geburtstdatum und das Passwort. Zahlungsdaten waren nicht betroffen.
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Online Pay AG: Anhang geöffnet?

Solltet ihr solch eine E-Mail vorfinden, löscht diese Nachricht umgehend und öffnet unter keinen Umständen den Anhang. Es handelt sich hierbei um einen geläufigen Online-Betrugsversuch. Die Mail selbst enthält keinerlei Kontodaten, der Leser soll so dazu verleitet werden, den Anhang für weitere Informationen zu öffnen. Dieser liegt in der Regel im ZIP-Format vor. Hier befinden sich allerdings keine weiteren Details zur vermeintlichen Zahlungsaufforderung, sondern ein Virus oder andere Schadsoftware, die so ihren Weg auf eure Festplatte findet. Generell solltet ihr skeptisch werden, wenn euch Mahnungen per E-Mail erreichen. In der Regel werden diese direkt per Post und nicht auf elektronischem Wege versendet.
So werdet ihr Viren und Malware wieder sicher los:

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Unter anderem an folgenden Merkmalen könnt ihr betrügerische Mails erkennen:

  • Formulierungs- und Rechtschreibfehler
  • Fehlende Kontaktadresse
  • Anhang im ZIP-Format
  • Rechnung für Bestellungen, die nie getätigt wurden
  • Klare Benennung des Gläubigers, z. B. Online-Shops fehlt

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Auch der Verbraucherschutz warnt vor E-Mails der Online Pay AG. Bei uns findet ihr Tipps, wie man Phishing-Mails erkennen kann. Solltet ihr den Anhang der Online Pay AG bereits geöffnet haben, ändern sofort alle eure Passwörter, die ihr auf eurem PC benutzt. Zudem empfiehlt es sich, dem PC einen ordentlichen Virenscan zu verpassen. Zusätzlich solltet ihr über ein anderes Gerät, auf welchem der Anhang der Zahlungsaufforderung nicht geöffnet wurde, überprüfen, ob über eure Online-Banking, PayPal oder anderen Online-Diensten seltsame Aktivitäten auszumachen sind.

Bildquellen:  Faceless hooded computer hacker, karen roach, scyther5

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