Telekom: Fake-Mail „Sperrung des Anschlusses“ – Vorsicht Trojaner!

Thomas Kolkmann

Aktuell geht eine Trojaner-verseuchte Fake-Mail um, die sich als Telekom ausgibt und euch aufgrund eines fehlenden Zahlungseingangs dazu bringen soll, den Anhang zu öffnen. Öffnet unter keinen Umständen die angehängte Zip-Datei. Alle Infos zum Fake, erfahrt ihr hier.

Sperrung des Anschlusses? – Telekom Fake-Mail

Auch 2018 bleiben wir nicht vor Phishing-Versuchen und Schadsoftware verschont. Die Polizei Niedersachsen warnt in ihrem Ratgeber Internetkriminalität aktuell vor einer Fake-Mail, die einen Trojaner im Anhang versteckt.

Dabei ist der Fake natürlich nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Die angebliche E-Mail von der Telekom informiert euch in korrektem Deutsch über einen fehlenden Zahlungseingang. Dies hätte zur Folge, dass euer Anschluss demnächst gesperrt wird, was man natürlich verhindern möchte.

Im Anhang befindet sich dann die angebliche Rechnung mit Namen des Empfängers – alles sehr plausibel. Doch die ZIP-Datei im Anhang enthält keine Rechnungsdaten, sondern einen Trojaner. Wie die Polizei Niedersachsen weiter erklärt, würde die Schadsoftware aktuell (Stand: 16.01.18) erst bei 11 von 62 getesteten Virenprogrammen erkannt werden.

Das steckt hinter Hoaxes, Fakes und Betrug im Internet.

Telekom-Fake-Mail „Sperrung des Anschlusses“ im Klartext

Sehr geehrte/r …,

leider konnten wir von Ihnen seit dem 29.12.2017 keinen Zahlungseingang feststellen. Ihr Anschluss wird daher gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für weitere Nutzung ab dem 26.02.2018 gesperrt.

Damit Sie Ihren Anschluss weiter vollständig nutzen können, begleichen Sie bitte die beigelegte Rechnung innerhalb von 3 Tagen. Sollte die Zahlung bereits erfolgt sein, betrachten Sie diese E-Mail bitte als gegenstandslos.

Mit freundlichen Grüßen Ihre Telekom

Bilderstrecke starten(11 Bilder)
Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger

Wenn der Anhang schon geöffnet wurde?

Wenn ihr den Anhang der Fake-Mail auf einem Windows-Rechner geöffnet habt, habt ihr dem Trojaner bereits Tür und Tor geöffnet. In dem Fall solltet ihr zuerst euer Antivirenprogramm aktualisieren und einen Scan des kompletten Rechners durchführen. Falls euer Virenprogramm keine Gefahr erkennt, solltet ihr den Scan in den nächsten Tagen immer wieder ausführen und in der Zwischenzeit kein Online-Banking oder ähnliche wichtige Logins auf dem Rechner ausführen.

Wie ihr alle Arten von Trojanern und Schadsoftware beseitigt bekommt, erklären wir in folgendem Ratgeber: Malware entfernen unter Windows. Wenn ihr erst kürzlich ein Backup angelegt habt, könnt ihr natürlich auch dieses aufspielen, um den Quälgeist wieder loszuwerden. Wenn alles nichts hilft, müsst ihr eure privaten Daten (Fotos, Dokumente etc.) auf einem anderen Datenträger speichern und das System komplett neu aufsetzen.

Bildquellen: Fireofheart via Shutterstock, Bozza via Shutterstock

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung