"Ihr Browser hat gesperrt": Das kann man gegen den Virus tun

Martin Maciej

„Ihr Browser hat gesperrt. Alle PC Daten werden festgehalten und Strafverfahren gegen Sie eingeleitet, wenn eine Geldbuße nicht bezahlt werden.“ Was klingt, wie eine nicht ernstzunehmende Androhung, die allein grammatisch Kopfzerbrechen bereitet, lässt viele PC-Nutzer verzweifeln. Diese Meldung bekommt man angezeigt, wenn man sich einen Variante der vielen kursierenden BKA-Trojaner auf dem PC einfängt.

Am einfachsten gelangt diese Art von Trojaner auf den PC, wenn Plugins und verwendete Programme, darunter der Internet-Browser nicht auf dem neuesten Stand gehalten werden und/oder Dateien aus unbekannten Quellen auf den PC geladen werden.

Browser: Surf-Verlauf und besuchte Seiten löschen – Bild für Bild

„Ihr Browser hat gesperrt!“: So wird man den Plagegeist wieder los

Die Meldung äußert sich entweder als Pop-up-Fenster beim Surfen oder direkt beim Neustart des PCs. Begleitet wird die „Androhung“ von Strafmaßnahmen durch die Anforderung zur Zahlung, u m den Browser wieder zu entsperren. Bezahlt werden kann über Paysafecard. Netterweise sind diverse Händler, die diese Zahlungsmethode anbieten im Pop-up aufgeführt. Selbstredend sollte der Zahlungsaufforderung nicht nachgekommen werden. Ärgerlich ist diese Art von Trojaner dadurch, dass die Meldung „Ihr Browser hat gesperrt“ auch nach Schließen des Browserfensters immer wieder selbständig auftaucht. Verfolgt man die Adresse zurück, der diese Meldung vom gesperrten Browser entstammt, wird deutlich, dass hier keineswegs eine offizielle Polizeistelle Urheber ist, sondern eine Domain in China.

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So beseitigt man den Sperrbildschirm „Ihr Browser hat gesperrt“

Findet ihr diese Meldung in eurem Browserfenster vor, sollte keineswegs bezahlt werden. Öffnet stattdessen den Taskmanager und ruft den Reiter „Anwendungen“ auf. Per Klick auf „Task beenden“ schließt ihr das aktive Browserfenster. Zudem sollte der Browser-Cache, sowie -Verlauf geleert werden und alle Cookies vom Browser gelöscht werden. Mittels kostenloser Software wie Malwarebytes Anti-Malware wird die Festplatte auf unerwünschte Dateneindringlinge durchsucht. Darüber hinaus sollte bei Wiederaufnahme der Arbeit am PC sichergestellt werden, dass sich der Browser auf dem neuesten Stand befindet. Um sicherzugehen, dass keinerlei Rückstände des „Ihr Browser hat gesperrt“-Virus zurückgeblieben sind, sollte man über eine Neuinstallation des Systems nachdenken oder zumindest das System auf einen früheren Backup-Zeitpunkt zurücksetzen.

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