Amsterdam: Die selbstfahrenden Boote kommen

Stefan Bubeck

Die niederländische Hauptstadt will ab 2017 erste Prototypen autonom fahrender Boote zum vielfältigen Einsatz bringen: Der Transport von Waren und Menschen, aber auch die schnelle Bereitstellung von flexibler Infrastruktur ist geplant.

Während alle Welt auf den Wettlauf der Hersteller bei Roboterautos schaut und sich fragt, wer den Asphalt erobert, ist man in den Niederlanden schon ganz woanders unterwegs. Hier sucht man nach neuer Mobilität abseits der Straßen – auf dem Wasser.

Roboat-Sensable-City-3

Bilderstrecke starten(12 Bilder)
Top-10-Pedelecs: Die aktuell beliebtesten E-Bikes in Deutschland

Beste Voraussetzungen im „Venedig des Nordens“

Amsterdam ist für solche Experimente wunderbar geeignet, da das Stadtgebiet zu rund einem Viertel aus Wasserflächen und -wegen besteht. Der Grachtengürtel – ein System aus innerstädtischen Kanälen – dient seit seiner Erbauung im 17. Jahrhundert dem Transport von Waren und Menschen. Für das Forschungsprojekt ROBOAT haben sich das Massachusetts Institute of Technology (MIT), die Technische Universität Delft (TUD) und die Universität Wageningen (WUR) zusammengetan. Die Wissenschaftler erhoffen sich Erkenntnisse, die sich zukünftig auch auf andere Städte in der ganzen Welt übertragen lassen.

Roboterboote sollen vielfältige Aufgaben erfüllen

Roboat-Senable-City-1

Der Transport von Personen und Gütern ist der naheliegendste Einsatzzweck. Doch die Gedanken der Forscher reichen noch weiter: Carlo Ritti, Professor am MIT, spricht von „temporär schwimmenden Infrastrukturen“ wie Brücken, die dynamisch auf- und abgebaut werden können. Auch im Bereich Umweltanalytik könnte ROBOAT seinen Beitrag leisten. Die Flotte soll die Wasserqualität messen und dabei helfen, schwimmenden Müll auf den Amsterdamer Wasserstraßen einzusammeln.

Quelle: ams-institute via wired

SMART Reiseführer Amsterdam bei Amazon kaufen*

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung