Bordell auf vier Rädern? Warum selbstfahrende Autos uns alle noch überraschen werden

Stefan Bubeck 2

In einer Studie namens „Autonome Fahrzeuge und die Zukunft des Städtetourismus“ sprechen Wissenschaftler davon, dass Amsterdams Rotlichtviertel zukünftig „ins Rollen“ kommen wird.

Bordell auf vier Rädern? Warum selbstfahrende Autos uns alle noch überraschen werden
Bildquelle: AntonioGuillem / Getty Images.

Selbstfahrende Autos: Der ideale Ort für Sex und Prostitution

Autonome Fahrzeuge sind bereits heute im Alltagseinsatz: Sei es, um dem Fahrer ein wenig Arbeit abzunehmen (z. B. Tesla Autopilot) oder zu Testzwecken auf einem Berliner Privatgelände. Aber wie sieht es in ein paar Jahren aus? Die Revolution des Straßenverkehrs durch selbstfahrende Roboterautos dürfte auch Bereiche betreffen, die einem vielleicht gar nicht als erstes in den Sinn kommen.

Die Wissenschaftler Scott Cohen und Debbie Hopkins machen eine etwas überraschende Voraussage, die sich auf Sex im Allgemeinen und Prostitution im Speziellen bezieht. Statt in Bordellen und Stundenhotels in schummrigen Rotlichtvierteln wird sich das „älteste Gewerbe der Welt“ zukünftig in Roboterautos auf Achse befinden:

Autonome Fahrzeuge werden voraussichtlich überwacht werden, um Passagiere davon abzuhalten, Sex zu haben oder Drogen in ihnen zu konsumieren sowie um Gewalt zu verhindern. Diese Überwachung kann allerdings schnell überwunden, deaktiviert oder entfernt werden. So werden sich privat genutzte Roboterautos wahrscheinlich einer solchen Überwachung entziehen und könnten auch kommerziell genutzt werden. Da ist es nur ein kleiner Schritt, sich das Amsterdamer Rotlichtviertel auf vier Rädern vorzustellen.

Was ändert sich noch durch Roboterautos? Hier ist ein Überblick:

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So werden selbstfahrende Elektroautos unser Leben verändern.

Wo keine Kamera ist, kann es zur Sache gehen

Das klingt zunächst verrückt, ist aber durchaus denkbar. Denn wo sich in einem öffentlichen Roboter-Taxi wahrscheinlich eine Kamera befinden wird, ist in einem „privat“ genutzten Fahrzeug keine Überwachungstechnik installiert – wozu auch? Es handelt sich im Prinzip um ein fahrendes Zimmer, wo man sich unbeobachtet seinen Vorlieben widmen kann: Sei es eine Runde Nintendo Switch zu spielen oder auch, es heiß hergehen zu lassen.

Nicht nur einschlägige Etablissements im Rotlichtviertel, auch der (Städte-)Tourismus im Allgemeinen wird sich verändern. Cohen und Hopkins sprechen von „fahrenden Restaurants und Bars“, mit denen man als Reisender eine Städtetour macht. Vernetzte und autonome Fahrzeuge hätten das Potential, alle Branchen tiefgreifend zu verändern, die direkte Berührungspunkte mit Straßenverkehr hätten.

Hat die Reeperbahn ausgedient und übernehmen bald autonome „Tesla Spezial“ die Rolle von Bordellen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: University of Surrey / University of Oxford

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