Der Hoversurf „Scorpion 3“ ist halb Motorrad und halb Quadcopter

Stefan Bubeck

Das russische Start-Up Hoversurf hat offenbar ernsthaft vor, die aus Star Wars bekannten Speederbikes nachzubauen – oder zumindest irgendetwas in diese Richtung. Jetzt zeigten sie den Prototyp eines Fortbewegungsmittels für Wahnsinnige.

Hoversurf Scorpion3 Trailer 2017.

Bei Star Wars Episode VI - die Rückkehr der Jedi-Ritter liefern sich imperiale Scout Trooper und Rebellen eine wilde Verfolgungsjagd auf Endor (– Ups! Das war ein Spoiler). Spätestens seit diesem denkwürdigen Moment der Filmgeschichte versucht die Menschheit, diese Science-Fiction-Motorräder nachzubauen.

Hoversurf Scorpion 3: Vier Rotoren und ein waghalsiger Pilot

Das erfolgsversprechendste Konzept ist das eines „Hoverbikes“: Ein leichtes, senkrecht startendes und landendes Luftfahrzeug, das in seiner Form an ein Motorrad angelehnt ist. „Habt ihr schon mal davon geträumt, mit der selben Leichtigkeit zu fliegen, wie mit dem Rad zu fahren?“ fragt uns Hoversurf auf der offiziellen Webseite. Darauf könnte man durchaus mit „Ja“ antworten – aber nach dem Betrachten des Prototypen-Videos überlegen wir es uns lieber nochmal.

Begleitet von epischer Musik („Armageddon“ von Matthew Chastney) steigt der in Schutzausrüstung verpackte Pilot auf den mittleren Teil des Scorpion 3, der optisch sehr an ein Rennmotorrad erinnert. Vier Rotoren erzeugen – wie bei einem Quadcopter – den notwendigen Auftrieb, um Fahrer und Untersatz senkrecht einige Meter hoch zum Schweben zu bringen. Was danach kommt, sieht zwar beeindruckend, aber leider nicht vertrauenserweckend aus. Die Bewegung nach vorne funktioniert einigermaßen gut, nur der Pilot macht mit seiner Körperhaltung einen zuweilen sehr angespannten Eindruck. Will da einer im nächsten Moment abspringen? Zwischendurch kommt ein „Daumen hoch“ zur Bestätigung, dass alles läuft. Am Schluss, nach der erfolgreichen Landung, dann noch eine Siegerpose.

Nähere technische Informationen zum Scorpion 3 liefert der Hersteller nicht. Es ist also noch unklar, ob und wann das Hoverbike in Serie gebaut wird, wie lang oder weit man damit fliegen kann und was der Spaß dann kostet. Vom angekündigten „fliegenden Auto“ Gyroplane PAL-V Liberty wissen wir bereits, dass hier eine halbe Million Euro zu entrichten sind. Wir gehen darauf basierend mal davon aus, dass ein Scorpion 3 deutlich teurer wird als eine (elektrische) Vespa. Und ganz ehrlich: Die tut’s eigentlich auch.

Quellen: Heise, Hoversurf

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