Elon Musks Traum könnte wahr werden: Erster Hyperloop-One-Test in Vakuumröhre abgeschlossen

Johann Philipp

Das US-Unternehmen Hyperloop One hat in seiner Teströhre in der Wüste von Nevada erstmals einen Schlitten im Vakuum gestestet. Außerdem wurde die erste Version der Kapsel vorgestellt, in der Passagiere durch die Röhre zum Zielort schießen sollen.

Hyperloop-Teaser: Dubai-Abu Dhabi in 12 Minuten.

Bei der Hyperloop handelt es sich um ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem, dessen Konzept von Tesla-Chef Elon Musk 2013 vorgestellt wurde. Nach dem ersten Test des Schienensystems des Hyperloop One Projekts waren die Reaktionen der eingeladenen Pressevertreter kritisch. Vor einem Jahr wurde der Schlitten außerhalb der Kapsel das erste Mal beschleunigt und schon zwei Sekunden später wieder abgebremst. Der erste Test innerhalb der Röhre fand deswegen wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Schon Mitte Mai wurde der Versuch durchgeführt.

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Schlitten schleicht durch den Tunnel

Laut dem Nachrichtensender CNBC erreicht das Testgefährt eine Geschwindigkeit von umgerechnet knapp 110 km/h und wurde dabei fünf Sekunden vom Magnetfeld getragen. Im Vergleich zu den über 1.000 km/h, die der Schlitten später einmal erreichen soll, war der erste Test eher ein Schneckenrennen.

Kapsel für nächsten Test vorgestellt

Spannender ist die erste Passagierkapsel, die für kommende Tests verwendet werden soll. Das Gefährt ist 8,5 Meter lang und besteht aus Aluminium und Carbon. Der Antrieb wird über elektromagnetische Felder realisiert und lässt die gesamte Kapsel über die Schienen schweben. In den nächsten Monaten soll die Geschwindigkeit erhöht werden und die Kapsel auf bis zu 250 km/h beschleunigt werden.

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CEO vergleicht sich mit den Wright Brüdern

Für den CEO von Hyperloop One, Shervin Pishevar, ist dieser Meilenstein vergleichbar mit dem ersten motorisieren Flug der berühmten Wright Brüder im Jahr 1903. Doch viele Probleme des Systems sind noch nicht gelöst: Der Brandschutz, die Klimatisierung und Notzugänge müssen noch entwickelt werden. Das Unternehmen will bis 2021 drei Trassen in Betrieb nehmen und plant die Röhren zur Personenbeförderung und für den Güterverkehr einzusetzen.

Quelle: The Verge

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