Endlich legal: E-Scooter erhalten in Deutschland Straßenzulassung – das müsst ihr wissen

Stefan Bubeck 2

Tretroller mit Elektromotor (E-Scooter) sind super, waren bisher in Deutschland auf öffentlichen Straßen aber nicht erlaubt und nur auf Privatgeländen voll nutzbar. Nun brechen neue Zeiten an: In Kürze steht die offizielle Betriebserlaubnis für den Straßenverkehr an. Worauf muss man beim Kauf achten?

Endlich legal: E-Scooter erhalten in Deutschland Straßenzulassung – das müsst ihr wissen
Bildquelle: GIGA.

E-Scooter in Deutschland: Höchstens 20 km/h und eine Versicherungsplakette

Elektro-Autos, Elektro-Fahrräder (E-Bikes, Pedelecs), Elektro-Roller rollen bereits auf deutschen Straßen und jetzt kommen endlich auch E-Scooter („Kick-Scooter“) dazu. Voraussetzung ist die „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen (PLEVs) am Straßenverkehr“, die laut Angaben des Verkehrsministeriums „Ende 2018 oder spätestens Anfang 2019“ unter Dach und Fach gebracht werden soll.

Diese Bedingungen werden für E-Scooter in Deutschland zukünftig bundeseinheitlich gelten:

  • E-Scooter dürfen höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren.
  • Sie gehören auf den Radweg. Wenn kein Radweg vorhanden ist, muss man auf die Straße ausweichen. Gehwege sind für E-Scooter nicht erlaubt.
  • Eine Lenk- oder Haltestange, zwei voneinander unabhängigen Bremsen, nach vorne und nach hinten wirkenden Fahrtrichtungsanzeiger (also Blinker) sowie eine helltönenden Glocke gehören zur Pflichtausstattung.
  • Versicherungspflicht: E-Scooter benötigen eine Versicherungsplakette (wie bei Mofas und kleinen Motorroller).
  • Der Fahrer muss mindestens 15 Jahre alt sein und einen Mofa-Führerschein oder eine andere Fahrerlaubnis besitzen.
  • Eine Helmpflicht besteht nicht.

Mindestens eine Sache steht noch zur Debatte: Rechtlich würden E-Tretroller mit Kraftfahrzeugen gleichgestellt und wären deswegen im öffentlichen Personennahverkehr verboten. Dagegen protestiert der TÜV-Verband: „Eine Mitnahme in Bussen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Zügen sollte aber grundsätzlich möglich sein.“

Befürworter der E-Scooter fordern schon lange eine Zulassung, die elektrischen Tretroller könnten einen wichtigen Teil zur Verkehrswende und zum Umweltschutz beitragen. „Der Postbote soll künftig mit dem Elektro-Scooter um die Ecke kommen,“ so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im Interview im April.

Bis die neuen Regeln in Kraft treten, bleiben die neuartigen Fortbewegungsmittel aber noch illegal: Wer aktuell damit im Park oder auf dem Radweg eine Runde dreht, dem kann die Polizei den Roller (noch) abnehmen und zudem eine Strafe aufbrummen. Übrigens: Auch wenn die E-Scooter bald erlaubt sind – die anderen kleinen Elektrofahrzeuge wie Elektro-Skateboards bleiben vorerst weiter verboten.

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E-Scooter: Tolle Beschleunigung und gar nicht mal so teuer

Wir haben bereits einen E-Scooter von Segway getestet und es hat Spaß gemacht:

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Das von uns getestete Modell ist nach den oben genannten Regeln aber nicht für öffentliche Straßen geeignet. Wir gehen davon aus, dass im Zuge der kommenden Verordnung alle E-Scooter zukünftig erst eine Zulassung durchlaufen müssen, bevor man sie auf Radwegen nutzen darf. Auf die Hersteller kommt also noch einiges an bürokratischem Aufwand zu.

Quellen: BR24/dpa, BMVI, Electrive

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