Künstliche Intelligenz fürs Motorrad: Kawasaki Rideology vorgestellt

Stefan Bubeck

Der japanische Marke Kawasaki will seine Motorräder zukünftig mit dem Fahrer sprechen lassen. Ein Teaservideo lässt mitlauschen, wie eine Fahrt damit ablaufen könnte.

Rideology: Kawasakis Künstliche Intelligenz fürs Motorrad.

Motorradfahren steht für Freiheit – das neue Assistenzsystem von Kawasaki will daran nichts ändern. Anders als bei Technik zum autonomen Fahren, soll nicht etwa aktiv in das Fahrvergnügen eingegriffen werden. Vielmehr gibt der schlaue Feuerstuhl nützliche Tipps und unterhält sich freundlich mit dem Fahrer.

Reger Austausch über Verkehr und Wetter

Das AI-Motorrad ist unterwegs und Kawasakis Vision dazu gleicht einem höflichen Butler. Bevor man losfährt, kann man sich nach dem Zustand seines Zweirads erkundigen, dass dann artig Auskunft gibt. „Die Kondition des Motors ist gut. Das Stoßdämpfer Management-System hat heute ein Update erhalten. Bitte probieren Sie die neuen Anpassungen aus.“

Sollte während der Fahrt etwas stören, beispielsweise der Stadtverkehr, dann hört sich die Kawasaki gerne die Beschwerden an und versucht zu helfen. Beispielsweise, indem sie eine andere Geschwindigkeit vorschlägt, die einem zum Ritt auf der „grünen Welle“ verhelfen soll.

Auf unsichtbare Gefahren, wie Autos, die plötzlich um die Ecke biegen, weist das System ebenso hin. Und wenn mal alles gut läuft, dann schlägt es in Anbetracht der perfekten Straßenkonditionen die Aktivierung des „Sport-Modus“ vor.

Dazu kommen Features, die man in ähnlicher Form von Amazons Alexa oder Apples Siri kennt: „Sende eine Nachricht an meinen Sohn und frag ihn, ob er nächstes Wochenende Zeit für eine Ausfahrt hat.“ Hinter den lockeren Unterhaltungen steckt das „Emotion Generation Engine and Natural Language Dialogue System“. Dieses soll nicht nur verstehen, was der Fahrer möchte, sondern auch dessen aktuelles Gemüt erkennen. Mit der Zeit werde das System sogar eine eigene Persönlichkeit entwickeln, verkündet Kawasaki.

Leider zeigt der Hersteller nur ein Rendervideo, das aussieht wie ein Computerspiel und keine echten Aufnahmen. So hat man keinen Einblick in die tatsächliche Praxistauglichkeit des Rideology-Projekts. Wie geht das System mit Krach durch Fahrtwind um? Wie verbindet es sich mit dem Internet? Eine interessante Idee ist die Interaktion mit dem Fahrer aber schon mal; bleibt nur abzuwarten, ob Kawasaki tatsächlich zu einem solch intelligenten System in der Lage ist.

Quelle: Kawasaki

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