Mobilität der Zukunft: 2030 soll es keine Staus mehr geben

Stefan Bubeck

Werden wir in wenigen Jahren zurückblicken und uns wundern, wie das damals war, als es noch Stau auf den Straßen gab? Cathis Elmsäter-Svärd sagt ja und sie erklärt auch, warum das so sein wird.

Mobilität der Zukunft: 2030 soll es keine Staus mehr geben
Bildquelle: Pixabay.

„Drive Sweden“ ist ein Programm, das von der schwedischen Energiebehörde (Energimyndigheten), dem schwedischen Forschungsrat (Formas) und der schwedischen Verkehrsbehörde(Vinnova) ins Leben gerufen wurde. Die Vorsitzende der Organisation, Cathis Elmsäter-Svärd, hat sich in einem vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichten Interview zur Zukunft der Mobilität geäußert. Ihre Aussagen decken sich mit einer kürzlich erschienenen Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und einer Umfrage des BITKOM.

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Mobilität der Zukunft: Ein nahtlos integriertes System

Eine der Interview-Fragen zielt auf das Jahr 2030 ab: Wie wird in 13 Jahren urbane Mobilität aussehen? Elmsäter-Svärds Antwort darauf skizziert einen positiven Ausblick. „Statt Autos zu besitzen und selbst zu fahren, werden wir autonom fahrende Autos über Sharing-Plattformen bestellen. Sie nehmen uns mit, lassen uns am Ziel raus und nehmen dann jemand anderes mit, kontrolliert von einem Verkehrsmanagement-System.“ Eine Mobilität, die als Service funktioniert, sei aber nur ein Teilaspekt. Die Expertin geht in ihrer Prognose davon aus, dass alles mittels Technologie nahtlos miteinander verwoben sein wird: Selbstfahrende Autos, Züge, Busse aber auch Radfahren und zu Fuß gehen.

Höhere Effizienz ist der Schlüssel und das Ergebnis sind weniger Fahrzeuge auf den Straßen, bessere Luft und weniger Lärmbelastung – Elmsäter-Svärd ist sich bewusst, dass auf dem Weg dorthin noch einige Hürden zu überwinden sind. Zum einen seien da die Ängste der Menschen bezüglich der Technik (Hacks von Roboterautos), zum anderen müsste die Politik die Regeln und Vorschriften schneller überarbeiten. „Städtische Verwaltungen tendieren dazu, Budgets im Jahresrhythmus zu planen. Sie müssen kreativere Wege finden, um die notwendigen Investitionen für neue Infrastrukturen freizusetzen.“

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Das vollständige Interview mit Cathis Elmsäter-Svärd (Drive Sweden) findet ihr auf der Webseite des Weltwirtschaftsforums (englisch).

Die Vision der schwedischen Expertin deckt sich mit neuen Prognosen, die im Auftrag des Instituts für Mobilitätsforschung (ifmo) von Wissenschaftlern des DLR-Instituts für Verkehrsforschung erstellt wurden. Die wichtigste Zahl aus der umfangreichen Studie „Autonomous Driving“ (PDF-Download): Bis 2035 könnte der Anteil autonomer Fahrzeuge in Deutschland auf bis zu 42 Prozent steigen. Auch der Branchenverband BITKOM hat neue Zahlen geliefert: Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) geht nach einer aktuellen Umfrage davon aus, dass in 30 Jahren ausschließlich autonome Autos zugelassen werden – sollte all das so eintreten, wären das gute Rahmenbedingungen für eine staufreie Zukunft.

Quellen: World Economic Forum, Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), BITKOM

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