Sauber durch den Dreck: Elektro-Jeep aus den USA sammelt Vorbestellungen

Johann Philipp

Ein großer Geländewagen mit Elektroantrieb und spartanischer Ausstattung. Das Start-up Bollinger Motors bringt mit dem B1 altes Design und neue Technik zusammen.

Bollinger Motos B1.

Er sieht aus wie der Nachfolger des berühmten Land Rover Defender – das Urgestein aller Geländewagen. Kantig, groß und hoch. Doch das US-Start-up Bollinger Motors hat nichts mit dem Vorbild aus England gemein. Schon gar nicht beim Antrieb. Vor zwei Wochen präsentierte es den B1, ein Geländewagen mit vollständig elektrischem Antrieb.

360 PS und 320 km Reichweite

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Der B1 soll eine Systemleistung von 360 PS haben und trotz 1,8 Tonnen Gewicht in 4,5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. An jeder Achse sitzt ein Elektromotor, die insgesamt 640 Nm auf die Straße bringen. Es soll zwei Akkuvarianten mit 190 km und 320 km Reichweite geben. Im Innenraum geht es ähnlich nüchtern zu wie außen. Die Mittelkonsole besteht aus unverkleidetem und schwarz lackiertem Aluminium, es gibt ein Lenkrad, vier Sitze und zwei Kofferräume.

Das Motto dieses Nutzfahrzeugs heißt Laderaum und nicht Komfort. So gibt es weder Airbags oder eine Dämmung. Die hinteren beiden Sitze können zur Seite geklappt werden, um mehr Platz zu schaffen und auch eine Anhängerkupplung wird es geben. Ein Highlight ist, dass sperrige Gegenstände über die komplette Fahrzeuglänge eingeladen werden können. Durch eine Öffnung zum vorderen Kofferraum finden Holzlatten mit einer Länge von bis zu 3,80 Meter Platz.

Auf der Suche nach einem Fertigungspartner

Die Pläne klingen interessant und auch einen Prototyp gibt es schon, doch bisher sucht das Unternehmen noch nach einem geeigneten Fertigungspartner, der den Geländewagen bauen könnte. Auch der Preis für den B1 steht noch nicht fest. Man kann sich aber, ähnlich wie beim Tesla Model 3, auf eine Reservierungsliste setzten. In der ersten Woche nach der Präsentation des Protoyps sind laut Bollinger bereits 5.000 Reservierungen eingegangen. Ab Anfang 2018 kann man eine Vorauszahlung von 1.000 US-Dollar leisten, um seinen Platz auf der Liste zu halten. Wenn ein Fertigungspartner gefunden ist, sollen 2019 die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Quelle: Bollinger Motors

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