Selbstfahr-Autos: Apple hinkt Google laut Insider 3 Jahre hinterher

Stefan Bubeck 6

Apple stehe bei Roboter-Autos technisch auf der Stufe, auf der sich Google bereits „vor drei Jahren“ befand, so ein Informant gegenüber Business-Insider, der sich selbst als Augenzeuge ausgibt.

Selbstfahr-Autos: Apple hinkt Google laut Insider 3 Jahre hinterher
Bildquelle: Waymo.

Im Wettrennen um die Zukunft der Mobilität steht es offenbar schlecht um Apple, zumindest wenn man den Worten eines Informanten Glauben schenkt, der sich kürzlich gegenüber der Nachrichtenseite Business Insider geäußert hat. Ganze drei Jahre sei Google seinem Rivalen aus Cupertino voraus – in Sachen autonom fahrender Fahrzeuge ist das nicht weniger als eine halbe Ewigkeit, denn in den letzten Jahren hat sich sehr viel getan. Das Team um CEO Tim Cook kämpfe angeblich verzweifelt darum, den Anschluss an Mountain View zu finden.

Google hat seine Roboter-Auto-Sparte letztes Jahr in das Unternehmen Waymo ausgelagert, das ebenso zum Mutterkonzern Alphabet gehört. Anfangs noch mit an fahrende Eier erinnernde Prototypen unterwegs, sind die Entwickler mittlerweile auf ausgewachsene Chrysler Pacific Vans umgestiegen, die um zahlreiche Sensoren (LIDAR, Radar, Kameras) erweitert wurden:

Waymo testet seine autonomen Fahrzeuge bereits fleißig, sogar Kinder steigen mit ein, wie dieses Herstellervideo zeigt:

Waymo's Early Riders (Herstellervideo).

Apple vs. Google: Es geht um die Vorherrschaft bei Mobilitäts-Dienstleistungen

Apple und Waymo haben eine Gemeinsamkeit: Beide Firmen forschen an autonomen Systemen, planen aber nicht den Bau eigener Autos. Dies überlassen die kalifornischen Tech-Unternehmen lieber den etablierten Autoherstellern. Bei Waymo stellt Fiat Chrysler die Fahrzeuge, bei Apple ist es offensichtlich Lexus, wie im Mai bekannt wurde. Das „Apple Car“ ist tot, hoch lebe das „autonome System“ – Tim Cook bestätigte die Arbeit daran kürzlich im Interview.

Die Entwicklung bei Apple dürfte sehr konsequent in Richtung Ride-Sharing gehen – also Mitfahr-Dienstleistungen, die dem Kunden auf Zuruf ein Roboterauto schicken, das die Passagiere dann eigenständig zum Ziel bringt. Der anvisierte Gegner wäre in dieser Strategie Uber, der aktuell größte Fahrdienstvermittler der Welt.

Wird Apple das also neue Uber? Nein, das nicht, so die Quelle von Business Insider: „Sie haben nicht die operative Erfahrung. Das ist das gleiche Problem, das auch Waymo hat.“ Apple dürfte also eher auf Kooperationen und Beteiligungen setzen. Das zeigt sich in der Milliarden-Investition in den chinesischen Fahrdienstleister Didi Chuxing. Waymo kooperiert analog dazu mit Lyft.

Quelle: Business Insider

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