Tesla-Killer aus Deutschland: Dieses Elektroauto kostet nur 11.900 Euro

Johann Philipp 2

Der Hype um Elektroautos ist trotz Zuschuss vom Staat ausgeblieben. Zu teuer, zu geringe Reichweite, zu wenig Ladesäulen. Einen Punkt will das Aachener Unternehmen e.Go Mobile jetzt ändern: Ihr Akkuflitzer e.Go Life wird sehr preiswert.

Tesla-Killer aus Deutschland: Dieses Elektroauto kostet nur 11.900 Euro
Bildquelle: e.Go Mobile.

Ende April hat das junge Unternehmen auf der CeBit in Hannover ihr neues Elektroauto vorgestellt. Modern und stylish präsentiert sich der e.Go Life und erinnert im ersten Moment an einen Mix aus Mini Cooper und Smart. Er ist 3,38 m lang, 1,7 m breit und 1,57 m hoch und wiegt leer ohne Akku 650 kg. Weitere Features: vier Sitze, ein 48-V-Antriebssystem von Bosch, das eine Leistung von 22 kW bringt und einen Akku mit einer Kapazität von 14,4 kWh besitzt. Das reicht für bis zu 140 km Reichweite und eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h in in 4,9 Sekunden. 15.900 Euro müssen für das Elektroauto bezahlt werden, doch durch die Elektro-Prämie vom Staat, bekommt man 4.000 Euro wieder, sodass der Stadtflitzer am Ende 11.900 Euro kostet. Nur ein Elektroroller ist günstiger.

Nicht der erste Hersteller mit diesem Konzept

Die Idee vom billigen und leichten Stadtflitzer hat auch schon Renault mit dem einsitzigen Twizy, oder dem Viersitzer Zoe umgesetzt. Der Twizy zählt jedoch nicht als Auto, sondern wird als Quad in den Zulassungszahlen gelistet. Der Renault Zoe dagegen ist ein vollwertiges Auto. Das Einstiegsmodell kostet 22.100 Euro und hat sich im Jahr 2015 fast 18.500 Mal verkauft. Damit war es das meistverkaufte E-Auto in Europa. Preislich deutlich höher liegen der BMW i3 und der Opel Ampera-e. Auch Elektropionier Tesla hat für 2017 die Serienproduktion ihres Model 3 angekündigt. Für den Mehrpreis bietet die Konkurrenz mit Reichweiten von bis zu 500 km aber auch deutlich mehr Nutzen.

Tesla Model S und Tesla Model X im Hands-on.

Vom e.Go Life sollen in den ersten Jahren 10.000 Stück verkauft werden. Die Idee zum neuen E-Flitzer kommt von Aachener Universität RWTH. Für die Produktion wird extra ein neues Werk im TRIWO Technopark im Westen von Aachen errichtet. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Kosten mit 2,6 Millionen Euro.
Ab dem 18. Mai kann der e.Go Life bestellt werden, die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für das Frühjahr 2018 geplant.

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Bereits die zweite Autofirma in Aachen

Hinter dem Unternehmen steckt der Inhaber des Lehrstuhls für Produktionssystematik an der RWTH Aachen, Günther Schuh. Er gründete vor 8 Jahren Streetscooter, die erste Firma für Elektroautos in Aachen. Für die Deutsche Post brachte er einen elektrisch betriebenen Lieferwagen auf die Straße. Mittlerweile ist die Firma eine Beteiligung der Deutschen Post. Schuh schied als Geschäftsführer aus und gründete 2015 die e.Go Mobile AG.

Wir sind gespannt, ob sich der kleine e.Go Life gegen die große Konkurrenz durchsetzen kann. Der Preis stimmt, die Reichweite könnte besser sein.

Quelle: e.Go Mobile AG

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