Tesla-Killer: Fiskers neuer Elektro-Sportwagen mit Mega-Reichweite

Johann Philipp

Der Automobilhersteller Fisker hat Bilder von seinem neuen Hoffnungsträger „EMotion“ veröffentlicht. Es ist der zweite Anlauf des kalifornischen Herstellers ein Elektroauto auf den Markt zu bringen und damit Platzhirsch Tesla anzugreifen. Klappt es diesmal?

Tesla-Killer: Fiskers neuer Elektro-Sportwagen mit Mega-Reichweite
Bildquelle: Fisker.

Henrik Fisker will 2019 ein neues Luxus-Elektroauto auf die Straße bringen. Er setzt dabei auf eine neuartige Batterietechnik, die bis zu 650 km Reichweite bringen soll und schneller lädt als die Konkurrenz.

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Akku aus Graphen-Material

Das Besondere am EMotion wird der neuartige Akku. Das Fahrzeug soll Batterien aus Graphen nutzen. Viele Details dazu hat das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben. Es handelt sich bei Graphen nicht um die Linien aus dem Matheunterricht, sondern um einen Stoff, der aus einer dünnen Schicht Kohlenstoffatomen besteht. Graphen ist 300 Mal härter als Stahl, sogar härter als Diamant und dabei trotzdem flexibel. Aber das Wichtigste: Graphen leitet sehr gut. Elektronen bewegen sich in dem Material viel schneller als in anderen Stoffen. Dadurch lässt sich der Akku auch schneller aufladen.

160 km Reichweite nach nur 9 Minuten Laden

Bislang galt die Produktion von Graphen als extrem teuer, weshalb sie noch nicht flächendeckend zum Einsatz kam. Fisker erklärte nun, das er eine neue Maschine entwickelt hat, mit der es deutlich günstiger geht. Doch ein Patent auf seine neue Maschine und die neue Akkutechnik soll er noch nicht haben, und bevor nicht mal der Prototyp des Autos steht, warten wir die ersten Testberichte ab.

„Das ist der nächste große Schritt für die Elektromobilität“

Firmenchef Henrik Fisker gibt sich sehr selbstbewusst und setzt schon mal den ersten Stachel gegen Konkurrent Tesla: „Niemand kommt auch nur in die Nähe von dem, was wir hier machen“, meint er. Auch mit den weiteren Eckdaten seines Sportwagens hält sich Fisker nicht zurück. Der EMotion soll bis zu 260 km/h schnell fahren, hat gegenseitig öffnende Flügeltüren und soll ein LIDAR genanntes System zur Fahrerassistenz besitzen. Damit soll das Fahrzeug auf das autonome Fahren vorbereitet werden. Mehrere Kameras und Sensoren in der Karosserie sollen für eine 360-Grad-Rundumsicht sorgen.

Erstes Auto von Fisker war ein Flop

Fisker hat bereits eine aufregende Geschichte hinter sich: 2007 vom Designer Henrik Fisker gegründet, der bereits Autos für BMW und Aston Martin entwarf. Am Anfang verdiente er sein Geld mit dem Umbau von Serienautos. Im Jahr 2011 präsentierte er dann sein eigenes Auto: Den Fisker Karma. Es war ein Elektroauto mit 408 PS und zusätzlich einem Benzinmotor, der die Reichweite verlängerte. Das Auto gewann viele Preise, doch die Verkaufszahlen kamen nie richtig in Fahrt. Nur 2.000 Stück wurden verkauft. Fisker Automotive ging im Jahr 2013 pleite. Letztes Jahr gründete Hendrik Fisker eine neue Firma und nannte sie schlicht Fisker Inc. Ob die Marke mit dem EMotion noch mal durchstarten kann, bleibt abzuwarten.

Fisker EMotion wohl erst ab 2019 auf dem Markt

Die Vorstellung des Serienmodells ist für August 2017 angekündigt. Vorbestellt werden kann der Fisker EMotion aber bereits ab dem 31. Juni 2017. Den genauen Preis nennt Fisker noch nicht, es wird aber mit ca. 130.000 Euro gerechnet. Wem das zu teuer ist, muss sich gedulden: Fisker hat mehrere günstigere Varianten des EMotion mit weniger Reichweite angekündigt. Doch Schnäppchen kann man von Fisker wohl eher nicht erwarten.

Quelle: Fisker, Golem, Auto, Motor und Sport

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