E-Bike- und Radfahrer mit Handy in der Hand: Holt euch gefälligst eine Halterung, ihr Lebensmüden!

Sven Kaulfuss 14

Als leidenschaftlicher Zweiradpilot beobachtet man hin und wieder auch das kritikwürdige Verhalten der eigenen Spezies. Da gibt’s doch tatsächlich E-Bike- und Radfahrer, die meinen, während des Ausritts mit einer Hand telefonieren beziehungsweise das Smartphone nutzen zu dürfen. Was für lebensmüde „Vollprofis“ – ihr habt euch einen Ehrenplatz in meiner Wochenendkolumne verdient.

Das lebensgefährliche Verhalten von Handy-Nutzern auf ihren E-Bikes und Rädern

Neulich erst, ich warte an einer Fahrradampel aufs grüne Licht, da entscheidet sich so ein Sonntagsfahrer auf der anderen Straßenseite, doch tatsächlich die Kreuzung bei Rot zu überqueren. Doch Mr. Risiko will noch mehr Nervenkitzel, denn lässig tut er dies mit nur einer Hand am Lenker. Die rechte Pfote umfasst nämlich das Handy zwecks eines ach so wichtigen Telefonats. Nicht der einzige dieser Balance-Künstler mit Smartphone, die mir jetzt wieder öfters über den Weg fahren. Unnötig zu erwähnen, dass ein solches Verhalten lebensgefährlich ist. Wer plötzlich abbremsen muss, der fliegt vom Rad und landet mit etwas „Glück“ unter Auto oder LKW. Doch auch andere Verkehrsteilnehmer werden gefährdet, müssen vielleicht ausweichen und verursachen so größere Schäden. Am Ende ein unmögliches Benehmen, was mich jedes Mal aufs Neue aufregt.

Die besser Alternative zur „Freifahrt“ auf dem Rad – mit der Handy-Halterung wird das Smartphone auch zum Navi (siehe den Artikel mit dem App-Test):

Fahrrad-Navis für iPhone im Test.

Handy-Halterung und Headset statt Bußgeld

Unnötig auch zu erwähnen, dass die Benutzung des Smartphones ohne Freisprecheinrichtung auf dem E-Bike oder Fahrrad verboten ist – kostet nach aktuellem Bußgeldkatalog 55 Euro. Geld, was sich diese Sonntagsfahrer sparen können und dafür lieber gleich ein Bluetooth-Headset (zum Beispiel Apples AirPods) und eine Handy-Halterung fürs Fahrrad kaufen sollten. Doch Vorsicht: Auch in der Halterung darf das Handy nicht einfach so bedient werden. Korrekterweise muss man für Bildschirmeingaben anhalten und absteigen. Mag zwar lästig sein, kann am Ende aber Leben retten – höchstwahrscheinlich sogar das eigene. Mit der Halterung ist das Handy aber zumindest beim kurzen Stopp schnell greifbar, ferner können iPhone und Co. als Navi genutzt werden. Zur freihändigen Bedienung während der Fahrt empfehlen sich zudem Sprachassistenten, die auf Zuruf reagieren, zum Beispiel auf dem iPhone die Funktion: „Hey Siri.“

Handy-Halterungen fürs Fahrrad bei Amazon*

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Auch ich bin Fan und nutze erschwingliche Halterungen. Auf dem Tourenbike und spezieller Handy-Hülle fürs iPhone 7 und für das Zweit- und etwaige Leihfahrräder im Urlaub eine . Kostet nicht die Welt und ist echt praktisch. Übrigens zur Klarstellung: Kopfhörer und Headsets sind nicht, wie oftmals geglaubt, per se verboten auf dem Rad. Es gibt nur eine Einschränkung: Die Lautstärke muss so gewählt sein, dass man vom umgebenden Verkehr noch genügend mitbekommt. Ergo: Die Noise-Canceling-Funktion lieber deaktivieren.

Nützlich auch auf dem Rad:

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Top 10: Die beliebtesten Bluetooth-Kopfhörer in Deutschland

In einem Artikel meines geschätzten Kollegen Sebastian findet ihr noch weiteres nützliches Fahrradzubehör für Smartphones im Test. Es gilt mein Rat zum Wochenende an alle E-Bike- und Radfahrer: Das Smartphone gehört in die Halterung oder in die Tasche, nicht aber in die Hand – ich wünsche eine gesunde Weiterfahrt.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

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