Autonomes Motorrad: BMW zeigt selbstfahrendes Bike

Marco Kratzenberg

Wenn man sich ein „Autonomes Motorrad“ vorstellt, kommt einem ein Biker in den Kopf, der eine WhatsApp-Nachricht liest, während sein Motorrad über die Landstraßen braust. Aber das ist es nicht, was die Entwickler von BMW antreibt, ihr erstes allein fahrendes Motorrad zu bauen. Vielmehr geht es darum, Unfälle durch Unaufmerksamkeit zu verhindern.

BMW: Autonomes Motorradfahren.
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Wie man sich autonomes Fahren auf einem Motorrad in Aktion vorzustellen hat, zeigt euch das Video.

Für das Auto gibt es automatische Bremssysteme, Erkennung der Richtgeschwindigkeit und sogar komplett selbstfahrende Wagen. Das Motorrad, dem man ein Ziel eingibt und es fährt allein los, ist nicht das Ziel der BMW-Entwickler. Aber die Erkennung von Hindernissen, das Bremsen oder automatische Umfahren potentieller Unfallquellen, ist keine Zukunftsmusik mehr.

Nach mehr als 2 Jahren intensiver Forschungsarbeit wurde die selbstfahrende BMW auf dem Technologietag im französischen Miramas vorgestellt. Die Tests auf der Strecke, bemannt und unbemannt, haben die Forscher in die Lage versetzt, das System nun zur Serienreife zu bringen um es bald in Motorräder einzubauen.

So ausgestattete Motorräder können in gefährlichen Situationen schneller als der Fahrer reagieren und ihm beispielsweise durch eine ein paar Sekundenbruchteile schnellere Bremsung das Leben retten. Sie erkennen Kurven oder Kreuzungen und die eingebauten Brems-, Steuerungs- und Stabilisations-Assistenten sorgen dafür, dass Motorradfahren sicherer wird.

Natürlich sind solche Systeme kein Zwang und man wird sich auch weiterhin tief in besonders schöne Kurven legen können. Aber wenn es um längere und besonders langweilige Touren geht, können autonome Motorräder in Zukunft die Sicherheit maßgeblich steigern.

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