Cloud Chasers: Bewegendes Flüchtlingsdrama in Mobile-Games-Format

Annika Schumann

Die Flüchtlingskrise ist ein heikles Thema – das dürfte mittlerweile jedem deutlich geworden sein. Dementsprechend ist es umso mutiger, dass ein Entwicklerstudio aus der Schweiz namens Blindflug Studios nun ein Spiel über Flüchtlinge veröffentlicht hat. Es handelt von der beschwerlichen Reise eines Vaters mit seiner Tochter auf der Suche nach Wasser und hört auf den melodisch klingenden Namen Cloud Chasers.

Cloud Chasers: Bewegendes Flüchtlingsdrama in Mobile-Games-Format

In Cloud Chasers schlüpft ihr in die Rolle von Farmer Francisco und seiner Tochter Amelia. Die Welt, in der sie leben, ist völlig verdorrt und Nahrung und Wasser sind Mangelware. Die Menschheit hungert – zumindest der normale Teil der Bevölkerung. Ein privilegierter Kreis von reichen Menschen lebt auf Inseln im Himmel und lassen es sich gut gehen, während andere ums nackte Überleben kämpfen.

So geht es auch Francisco. Eines Tages muss er sich eingestehen, dass er seine Familie nicht mehr ernähren kann – die Inseln in den Wolken sind die einzige Hoffnung. Er macht sich gemeinsam mit seiner Tochter auf, ein besseres Leben zu finden. Doch der Weg dahin ist beschwerlich. Ihr durchwandert im Spiel eine riesige Wüste und erlebt dabei, wie beschwerlich, anstrengend und gefährlich eine solche Reise sein kann – und wie schwer gewisse Entscheidungen auf eurem Gewissen lasten können. Unterwegs trefft ihr nämlich auch auf andere Flüchtlinge und ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr ihnen helfen wollt. Dabei müsst ihr jedoch ständig eure eigenen, knappen Ressourcen im Auge behalten, weshalb sich bald herausstellt, dass ihr nicht jedem helfen könnt. Besonders diese Tatsache macht die Ausweglosigkeit der Flüchtlinge deutlich und bringt den Spieler dazu, konkreter und ernsthafter über die ganze Situation nachzudenken. Dies verdeutlicht auch die Tatsache, dass ihr nur pausieren, aber nicht zu alten Speicherständen zurückkehren könnt. So müsst ihr, falls ihr frühzeitig versterbt, noch einmal von vorne beginnen, wenn ihr das Ende erleben wollt.

Bei Cloud Chasers durchwandert ihr allerdings nicht nur die Wüste, sondern begebt euch auch in die Lüfte. Um Wasser zu sammeln, müsst ihr dieses nämlich aus den Wolken ziehen. Dies gelingt euch mithilfe eines Gleiters, den Amelia benutzen kann. Zu Beginn ist dies noch recht einfach, doch in späteren Abschnitten stören euch aggressive Drohnen bei der Beschaffung, sodass der unmittelbare Tod durch Verdursten immer mehr präsent wird.

Die Blindflug Studios wollen mit Cloud Chasers deutlich machen, wie viele Flüchtlinge im Mittelmeer bereits ertrunken sind und welches Trauma sie durchleiden müssen, um eines Tages vielleicht ein besseres Leben führen zu können. Sie wissen, dass es durchaus ein heikles Thema ist, möchten aber dennoch, dass ihre Spiele ernstgenommen werden und gleichzeitig Spaß machen.

Cloud Chasers ist ab sofort für 3,50 Euro im Google Play Store und für 3,99 Euro im App-Store für iOS-Geräte erhältlich. Die Blindflug Studios spenden einen Teil der Erträge an die Organisation MOAS (Migrant Offshore Aid Station). Diese hilft Flüchtlingen, die sich auf See oder gar in Seenot befinden.

Cloud Chasers für Android:  Holt euch das Spiel für 3,50 Euro *

Cloud Chasers für iOS:  Holt euch das Spiel für 3,99 Euro *

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung