Digitaler Krieg: Bundeswehr sucht IT-Experten für Cyber-Armee

Luis Kümmeler 3

Der Krieg der Zukunft wird vermehrt an digitalen Fronten stattfinden – deswegen ist die Bundeswehr auch verstärkt auf der Suche nach IT-Experten für eine eigens angelegte „Cyber-Armee“. Und da es momentan noch genau an solchen Experten mangelt, will man jetzt die Einstellungskriterien lockern, etwa im Bereich der körperlichen Fitness.

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Mit Voranschreiten der Digitalisierung sind es immer häufiger auch die digitalen Fronten, die von Ländern verteidigt werden müssen. Deswegen will die Bundeswehr künftig bei der Auswahl von IT-Experten umdenken, und ihre Einstellungskriterien anpassen, wie Computer Bild berichtet. Das hat die Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Katrin Suder, kürzlich im Rahmen einer Veranstaltung zur Cyber-Sicherheit in Berlin verlauten lassen. In der Rekrutierung fordert sie ein „radikales Umdenken“ und plant eine „Cyber-Reserve“ aus ungedienten Freiwilligen und entsprechend qualifizierten Quereinsteigern.

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Es gebe viele „Nerds“, die ihr Studium abbrechen, und diese dürften mittlerweile auch in der Truppe „höhere Laufbahnen“ einschlagen. Auch der Fitnessgrad der Bewerber müsse bei der Einstellung zukünftig überdacht werden. „Denn es ist was anderes, wenn ich das Ganze quasi mit dem Mausklick mache, als wenn ich als Pionier Brücken verlege“, so Suder. Trotz des starken Mangels an Fachkräften will man im vergangenen Jahr aber auch schon Fortschritte gemacht, und 60 Prozent mehr Informatiker als im vorangegangenen Jahr eingestellt haben.

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Noch in dieser Woche will die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die neue Cyberarmee der Bundeswehr in den Dienst stellen, der etwa 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter angehören sollen. Auch weiterhin braucht die Bundeswehr Informatiker, aber auch der Bundesnachrichtendienst (BND) etwa sucht händeringend Nachwuchs in Form junger Hacker.

 

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