Auf einer Reise nach Polen hat sich der aktuelle Papst Franziskus im Rahmen des Weltjugendtags keine Gamer-Freunde gemacht. Wie das Kirchenoberhaupt fordert, sollten die jungen Leute weniger Videospiele spielen.

 

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Wir als Gamer aller Geschlechter, Hautfarben, Religionen und Herkunft wissen, dass es durchaus Regionen dieser Erde gibt, zum Beispiel Deutschland, in denen Videospiele gerne verteufelt werden. Und ich möchte nicht über die immer wieder aufkeimende „Killerspiel“-Debatte sprechen, denn dazu gibt es bereits eine sehr gute Kolumne. Es geht um Akzeptanz, Vorurteile und konservative Ansichten, die es nicht leicht machen, sich als Videospieler in seiner Haut wohlzufühlen. Wenig hilfreich ist dabei euch das geistige Oberhaupt der katholischen Welt: Papst Franziskus der Erste. Der ist gerade durch unser Nachbarland Polen getourt und hat sich dort auch über Videospieler und im Allgemeinen über junge Leute beschwert, die einen Großteil ihrer Freizeit vor Bildschirmen verbringen, denn diese würden keine Spuren in der Geschichte hinterlassen.

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Demnach kritisierte Papst Franziskus die „Sofa-Jugendlichen“, die nur auf ihrer Couch säßen und Videospiele spielten. Stattdessen sollten diese Jugendlichen „Vorreiter der Geschichte“ sein. „Wir sind nicht auf die Welt gekommen, um zu vegetieren, es uns bequem zu machen und das Leben als Sofa zu betrachten, auf dem wir eingeschläfert werden“, so Papst Franziskus. „Ein Sofa, dass uns Stunden der Ruhe garantiert um uns in die Welt der Videospiele zu begeben und stundenlang vor dem Computer zu sitzen.“ Es brauche Jugendliche mit Stiefeln, die Spuren hinterlassen, heißt es weiter. Er sprach von einer Lähmung, die aufkomme, wenn Glück mit einer Couch verwechselt werde. Etwa eine Million Menschen hörten Papst Franziskus beim Nachtgebet im polnischen Kraków zu.

Es ist nicht das erste Mal, dass Papst Franziskus seine Kritik an modernen Begebenheiten äußert. Bereits im vergangenen Jahr predigte er, dass Smartphones nicht an den Tisch gehören und sich Familien zur familiären Tischgemeinschaft einfinden sollten. Polen dagegen hat eine positive Einstellung zu Videospielen und hat dem US-Präsidenten sogar eine Kopie von The Witcher 2 Assassins of Kings geschenkt.

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