Twitch: Streamer wütet gegen Frauen und wird gebannt

Luis Kümmeler

Der Twitch-Streamer TrainwrecksTV hat in seiner Übertragung jüngst eine Wutrede gegen weibliche Streamer vom Stapel gelassen, die ihm eine Account-Sperre von fünf Tagen und jede Menge Kritik einbrachte. Lange ließ eine Entschuldigung daher nicht auf sich warten.

In einer Zeit, in der quasi täglich Fälle sexuellen Missbrauchs oder andere Skandale ans Licht kommen, hat der Twitch-Streamer TrainwrecksTV eine Schimpftirade gegen weibliche Streamer losgelassen und ist dafür mit einer fünftägigen Account-Sperre bestraft worden, wie die Webseite Dexerto berichtet. Seine Wutrede richtete sich angeblich gegen Streamerinnen, die etwa nicht durch Glanzleistungen am Gamepad auf sich aufmerksam machen, sondern Zuschauer in der Reallife-Sektion von Twitch mit nackten Tatsachen anlocken. Doch unabhängig davon könnte es der Streamer mit seiner Tirade ein wenig übertrieben haben:

„Ich bin es satt. Ich bin die Scheiße satt, die in dieser Community passiert. Dies war einmal eine Gemeinschaft von Spielern, Nerds, jungen Menschen, die gemobbt wurden, die schlecht behandelt wurden, die sich in die Gaming-Welt geflüchtet haben, weil die echte Welt zu hart, zu scheiße, zu einsam, zu traurig und deprimierend war“, so legt der Wüterich los. „Nun wird sie von den verdammten Schlampen geführt, die uns zurückgewiesen haben, die (…) die gottverdammten coolen Kids uns vorgezogen haben. (…) Sie nehmen das Geld, die Abos, genau wie früher. Scheiß drauf, ich öffne euch die Augen. Ich bin der gottverdammte König und werde euch anführen.“

Twitch: Neue Tools sollen dir helfen, ein erfolgreicher Streamer zu werden

Unsere Bildergalerie zeigt einige der bisher größten YouTube-Skandale

Bilderstrecke starten
6 Bilder
Das waren die bisher größten YouTube-Skandale .

Eine Account-Sperre und massig Kritik in den sozialen Netzwerken später gab sich der sogenannte „gottverdammte König“ in einer Entschuldigung bereits deutlich kleinlauter: „Ich möchte mich bei all denjenigen entschuldigen, die negativ von meinen Taten tangiert wurden. Die gesamte weibliche Community zu erniedrigen, (…) war nicht meine Absicht. Es gibt tolle weibliche Streamer, die großartige Inhalte kreieren und es war nicht meine Absicht, sie in irgendeiner Weise in Verruf zu bringen. (Mein Video) hat genau das getan und dafür schäme ich mich“, so der Streamer.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung