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Was heißt das eigentlich, Hardcore? Wenn man es genau nimmt und mal von den marktwirtschaftlichen Dimensionen des Begriffs absieht, nicht besonders viel. Hardcore wird man nämlich ganz automatisch, wenn man ein bestimmtes Spiel einfach nur sehr, sehr lange spielt. So gesehen ist fast jeder in irgendeinem Spiel irgendwie Hardcore. Ich bin aktuell ein Hardcore-Dark Souls 2-Spieler. Alles was ich für diesen wenig imposanten Status tun musste, war etliche Stunden in DS2 zu versenken, mir ein paar theorycrafty Videos reinzuziehen und meine Umwelt ungefragt mit lauten Überlegungen zu einem möglichen Dex/Faith-Build zu behelligen. Womit wir auch schon beim Problem des Hardcore-Elfenbeinturm-Typen wären.

Dieser spezielle Kommentator hat den Kopf so tief im Arsch seines Lieblingsspiels, dass er jeglichen Bezug zur Realität und seinen normalsterblichen Mitspielern verloren hat. Auf die unschuldige Frage hin, was man denn eigentlich so von Titanfall halte, kann so ein Hardcore-Typ schon mal urplötzlich ausrasten und sich ungefragt zeilenlang über das “SprayNPray Gunplay ohne Recoil“ aufregen (anstatt einfach kurz auf die Frage zu antworten). In seinem Habitat eigentlich ein sehr zahmes Wesen, außerhalb des natürlichen Lebensraum oft überraschend aggressiv. Mein Tipp: Einen alten Fisch ins Gebüsch werfen und weglaufen. Nee Moment, das ging anders.