Nope! - 5 Top-Listen, die ich nie schreiben werde

Leo Schmidt 15

Ich mag Top-Listen. Ich mag es, sie zu lesen – die Portionierung in appetitliche Happen macht sie zu leicht verdaulicher Kost und sofern die Liste gut ist, lässt man sich nur allzu gerne auf die nächste Seite ziehen. Ich mag es allerdings auch, die Teile selbst zu schreiben und hatte in dem Job bereits reichlich Gelegenheit dazu.

Aber selbstverständlich verläuft nicht jede Jagd nach einer Idee gleich gut und manche Einfälle für eine im ersten Moment cool klingende Liste erweisen sich schon bald als Griff ins Klo. Im kümmerlichen Versuch, voll meta und unglaublich deep zu werden, präsentiere ich euch also an dieser Stelle eine Reihe von Top-Listen, die ich nie schreiben werde. Vielleicht belehrt ihr mich ja in den Kommentaren eines besseren und zeigt mir, wie man aus der einen oder anderen Idee doch etwas hätte machen können – oder ihr sagt mir, wo ihr sonst Probleme mit den erwähnten Themen seht.

Platz 5: X Spielewaffen mit den besten Sounds

Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass das Sounddesign vieler Games nicht hinreichend gewürdigt wird. Sicherlich, über gute Sprecherleistungen wird gerne geschwärmt und mehr als ein Zocker hat den ausufernd orchestralen Soundtrack seines aktuellen Lieblingstitels in der Playlist. Aber gerade die Gestaltung der Geräusche in einem Spiel macht einen gewaltigen Unterschied, wenn es um Fragen der Atmosphäre und Immersion geht. Eine olle Holzpforte ohne asthmatisches Knarren geht ebenso wenig wie ein Power-Up ohne heroische Fanfare.

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Gerade bei den Waffen der eher actionlastigen Titel kann ein guter Sound den Unterschied zwischen wuchtigem Machtgefühl und enttäuschender Erbsenhusterei ausmachen oder doch zumindest das Effektgewitter auf dem Bildschirm angemessen unterstreichen.

Warum die Liste nicht passieren wird:

Ich habe tatsächlich in der Vergangenheit schon über Soundeffekte geschrieben, aber der Sprung von einem reinen Audiophänomen zu einem Text über selbiges ist einfach zu groß. Ich will den Leuten nicht erzählen, wie gewaltig der Sound meiner Lieblingswumme ist, ich möchte, dass sie den Sound selbst erleben – und wenn ich also zum Beispiel ein Video mit der entsprechenden Knarre einbaue, muss ich eben auch nichts mehr dazu schreiben.

Es gibt keinen Mangel an guten Beispielen, aber wenn ich schreibe „Der Revolver in Outlaws hatte einen unheimlich satten Wumms.“, dann denken sich Spieler, die das Gerät kennen, ihre Meinung dazu und alle anderen bringen bestenfalls ein monotones „Aha.“ über die Lippen. Über manche Dinge muss nichts gesagt oder geschrieben werden, man muss sie einfach erleben.

Platz 4: Igitt!

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