DaWanda schließt: Nach fast 12 Jahren Betrieb stellt der Marktplatz für Handarbeiten und selbstgefertigte Produkte zum 30. August 2018 seinen Betrieb ein. Wer bisher auf der Plattform gehandelt hat, muss sich nach weiteren Möglichkeiten umschauen – wir zeigen euch die 5 besten DaWanda-Alternativen.

 

Online-Shops

Facts 

Auf dem offiziellen Blog der Handelsplattform informiert DaWanda die Nutzer über die „schmerzhafte Entscheidung“. Die E-Commerce-Landschaft habe sich in den letzten Jahren rasant verändert. Dem 2006 gegründeten Unternehmen sei es nicht ausreichend gelungen, „neue innovative Ideen umzusetzen“. Daher habe man sich entschlossen, das operative Geschäft einzustellen.

Für Nutzer der Plattform ist das definitiv ein Verlust, da es neben DaWanda im deutschsprachigen Raum nicht viele vergleichbare Angebote dieser Größenordnung gibt. Einige Alternativen gibt es aber doch! Wir stellen euch 5 Möglichkeiten vor, eure selbstgemachten Produkte an den Mann zu bringen.

Die 5 besten DaWanda-Alternativen

Inhalt

Etsy

Die US-Plattform Etsy verfolgt ein ähnliches Konzept wie DaWanda, ist derzeit aber vor allem im amerikanischen Markt aktiv. DaWanda stellt seinen Nutzern im Zuge der Einstellung ein Tool zur Verfügung, mit dem sie ihren Shop unkompliziert umziehen können. Etsy verlangt von den Nutzern ab Mitte Juli 2018 eine Transaktionsgebühr von 5%. Dazu kommen 0,17 Euro Einstellungsgebühr sowie eine Bearbeitungsgebühr von 4%.

Hauptvorteil von Etsy ist die sehr große Nutzerbasis. Eigenen Angaben zufolge suchen über 29 Millionen Käufer auf der Webseite nach handgemachten Unikaten. Das macht es teilweise aber auch schwierig, in der Masse der vielen Anbieter gefunden zu werden. Hier ist vor allem ein langer Atem gefragt.

eBay Kleinanzeigen

Zugegeben: eBay Kleinanzeigen fällt einem nicht unbedingt als erste Wahl ein, um seine Selfmade-Produkte zu verkaufen. Man sollte die Plattform aber nicht vorschnell abtun. eBay Kleinanzeigen ist in Deutschland eine der beliebtesten Online-Plattformen und läuft inzwischen sogar eBay den Rang ab. Ein großer Vorteil ist die kostenlose Nutzung. Sowohl private als auch gewerbliche Anbieter können gratis inserieren, wenn sie nicht mehr als 50 Anzeigen innerhalb von 30 Tagen inserieren.

Natürlich ist eBay Kleinanzeigen kein klassischer Online-Shop und auch hier stellt sich die Frage, wie die eigenen Produkte von potentiellen Käufern gefunden werden können. Einige Tipps für den Anfang geben wir euch in dem Guide eBay-Kleinanzeigen aufgeben: 5 Profi-Tipps.

Als abschreckendes Beispiel – so solltet ihr es nicht machen:

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22 eBay-Kleinanzeigen, bei denen wir uns nur an den Kopf fassen können

Facebook-Gruppen

Facebook ist längst nicht mehr nur eine Plattform, auf der man Bekanntschaften macht und seine Freunde online trifft. Gerade in größeren Städten wie Berlin, Frankfurt oder München findet man inzwischen zahlreiche Verkaufsgruppen, in denen alle erdenklichen Artikel den Besitzer wechseln. In der Regel verkaufen die Facebook-Nutzer Gebrauchtwaren, die sie nicht mehr benötigen. Wer es geschickt anstellt, kann die Verkaufsgruppen aber durchaus auch nutzen, um Kunsthandwerk und andere handgemachte Gegenstände zu verkaufen.

Als Handelsplattform ist Facebook relativ unverbindlich und nicht mit einem klassischen Online-Shop zu vergleichen. Das mag einen im ersten Moment überfordern, bietet aber auch viele Chancen. Tipp: Ihr könnt inzwischen auch einen Facebook-Shop in eure Seite integrieren. Zum Thema Sicherheit empfehlen wir euch unseren Ratgeber Kaufvertrag Privat: Das muss unbedingt rein.

Ein zunehmendes Problem im Netz sind sogenannte Fake-Shops, mit denen Betrüger zahlungswillige Käufer abzocken. Im Video zeigen wir euch, woran ihr sie erkennt:

So erkennst du Fake Shops

Instagram

Instagram ist ein weiteres Netzwerk, das zunehmend dazu verwendet wird, um Produkte zu verkaufen. Eigentlich kein Wunder: Die Foto-Plattform eignet sich durch den Fokus auf Bilder perfekt, um die eigenen Kreationen mit schönen Produktfotos von der besten Seite zu zeigen. Dazu kommt, dass Instagram gerade bei Jüngeren Nutzern immer beliebter wird und ihr über die Plattform eine sehr große Zielgruppe mit hoher Affinität zu euren Produkten erreicht. Außerdem ist keine Provision fällig.

Die größte Herausforderung bei Instagram ist, sich als Anfänger einen ausreichend hohen Bekanntheitsgrad aufzubauen. Gerade wer noch nie auf Instagram gepostet hat, tut sich am Anfang möglicherweise schwer, auf die kritische Masse von Likes zu kommen, die man als Verkäufer braucht. In unserem Ratgeber zum Thema Mehr Instagram Follower, mehr Instagram Likes geben wir euch einige wertvolle Tipps zum Einstieg.

Eigene Webseite/Online-Shop erstellen

Ja... auch diese Alternative ist mit einigem Aufwand verbunden. Langfristig solltet ihr aber in jedem Fall darüber nachdenken, einen eigenen Webshop aufzubauen, wenn es euch mit dem Verkauf eurer Sachen wirklich ernst ist. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Ihr könnt den Shop frei nach euren Wünschen und Vorlieben gestalten
  • Es werden keine Provisionen fällig
  • Ihr entscheidet nach Belieben über Preise, Aktionen und Rabatte
  • Ihr könnt so viele Produkte wie ihr wollt, anbieten

Natürlich baut man den eigenen Webshop nicht von heute auf morgen auf und es stellen sich viele Fragen: Wer ist meine Zielgruppe? Wie erreiche ich sie? Was ist mit Suchmaschinenoptimierung? Einfache Antworten darauf gibt es nicht. Trotzdem ist der eigene Online-Shop vermutlich immer noch die beste Alternative zu Plattformen wie DaWanda. Es existieren inzwischen sogar Anbieter wie Shopify, bei denen man sich ohne Programmierkenntnisse seinen eigenen Webshop zusammenstellen kann. Weitere nützliche Tipps findet ihr in unserem Ratgeber Eine eigene Webseite erstellen: Wie und wo?

DaWanda-Alternativen: Fazit

Die obigen Alternativen zu DaWanda sind nur einige Vorschläge und Denkanstöße für euch. Wichtig ist dabei vor allem, sich nicht von einem einzigen Anbieter abhängig zu machen. Gerade soziale Medien und Netzwerke bieten Verkäufern hierbei viele Möglichkeiten, mit potentiellen Kunden und einer kaufaffinen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Vielleicht kennt ihr auch noch andere empfehlenswerte Alternativen zu DaWanda – teilt sie uns und den anderen Lesern im Kommentarbereich mit!

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