PC-Monitore als Sicherheitsrisiko? Hacker können sich Zugriff verschaffen

Peter Hryciuk

Während Betriebssysteme wie Windows 10 immer stärker abgesichert werden, rücken nun wohl die Peripheriegeräte wie Tastaturen und Monitore ins Visier der Hacker. Auf der „DEF CON Hacking Conference“ haben Forscher nun eine Möglichkeit demonstriert, wie PC-Monitore direkt angegriffen und gegen den Nutzer eingesetzt werden können.

PC-Monitore als Sicherheitsrisiko? Hacker können sich Zugriff verschaffen

PC-Monitore können direkt angegriffen werden

Nicht nur Tastaturen stellen ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, sondern laut neusten Informationen auch PC-Monitore, die über die Firmware direkt angegriffen werden können. Während sich die Industrie darauf verlässt, dass PCs und deren Betriebssysteme immer sicherer werden und von speziellen Antiviren-Programmen geschützt sind, geht man nun dazu über, die angeschlossene Peripherie direkt anzugreifen. So lassen sich beispielsweise die Eingaben der Tastaturen abgreifen und so Informationen rekonstruieren. Noch gefährlicher erscheint der Zugriff auf den Monitor, der am PC angeschlossen wird. Dort können Inhalte nicht nur abgegriffen, sondern auch manipuliert werden.

Genau das hat am vergangenen Freitag ein Team von Forschern auf der Hacking-Konferenz demonstriert. Wenn es Hacker schaffen den Nutzer auf eine bestimmte Webseite zu locken oder einen Phishing-Link anzuklicken, dann verschafft man sich nicht wie sonst Zugriff auf eine Schwachstelle des PCs, sondern auf den Chip und die Firmware des Monitors. Diese Software wird wohl überhaupt nicht geschützt und ist zuständig für die Bedienung der Menüs und Eigenschaften des Monitors.

Hacker können Inhalte von Monitoren manipulieren

Hat sich der Hacker Zugriff zum Monitor verschafft, kann dieser nicht nur zuschauen, was man so treibt, sondern auch Inhalte manipulieren. Die Forscher scherzten dabei, dass man ohne Probleme ein bestimmtes Kraftwerk ausschalten könnte, ohne dass es der Mitarbeiter verhindern könnte, da die dargestellten Inhalte nicht dem entsprechen würden, was der Benutzer sieht. Angeblich sollen eine Milliarde Monitore betroffen sein. Wer einen Monitor besitzt, ist vermutlich auch betroffen – so die Forscher.

Es gibt aber trotzdem eine Möglichkeit, die Manipulation zu bemerken. Die Darstellung von neuen Inhalten ist sehr langsam. Wenn man den Monitor dauerhaft betrachtet, würde man die Verzögerung deutlich bemerken. Cui, der Chefwissenschaftler von Red Balloon Security meinte zudem: Wir leben mittlerweile in einer Welt, in der wir Monitoren nicht mehr blind vertrauen können. Unklar ist, ob die Hersteller die Sicherheitslücke schließen können und wollen.

Quelle: motherboard via ubergizmo

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