Paypal: Zahlung an Saturn über 849,76 EUR - Achtung Phishing!

Selim Baykara 1

Im Moment sind Emails im Umlauf, die den Empfänger über eine angeblich stattgefundene PayPal-Zahlung an Saturn informieren. In der Mail ist ein Link enthalten, über den man die Zahlung angeblich stornieren kann – hierbei handelt es sich aber um gefährlichen Betrug und Phishing, mit dem die persönlichen PayPal-Daten der Betroffenen geklaut werden sollen.

Video: Was bedeutet Phishing?

Was bedeutet Phishing?

PayPal-Zahlung an Saturn – Betrugsmails im Umlauf

Die Mails sind seit einiger Zeit im Umlauf und erinnern vom Aufbau her an ähnliche Phishing-Mails der jüngeren Vergangenheit, z.B. die PayPal-Zahlung an Media Markt Deutschland GmbH. Die Masche ist prinzipiell identisch: In der Mail heißt es, dass man angeblich ein iPad Air 2 gekauft und für einen Betrag von 849,76 EUR per PayPal gezahlt habe. Dem ist natürlich nicht so, aber genau das ist der springende Punkt der Mail. Durch die Information über eine angeblich fehlerhafte Transaktion sollen die Empfänger der Nachricht dazu verleitet werden, die Zahlung zu stornieren – und genau hier schnappt die Phishing-Falle zu.

Hinweis: Wenn ihr eine entsprechende Mail von Saturn erhaltet, die euch über eine angebliche Zahlung über PayPal informiert, solltet ihr auf keinen Fall auf den darin enthaltenen Link klicken. Checkt im Zweifelsfall, ob es wirklich irgendwelche Unregelmäßigkeiten bei eurem PayPal-Konto gibt , indem ihr die Adresse von PayPal per Hand in den Browser eingebt und eure Nutzeraktivitäten prüft.

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

So funktioniert die Phishing-Mail mit der PayPal-Zahlung an Saturn

Bei der Mail handelt es sich nicht um eine echte Nachricht und auch Saturn hat mit der Sache nichts zu tun. Auf den ersten Blick erkennt man das aber nicht, da die Mail täuschend echt aussieht. Als Empfänger wird eine falsche Person angegeben (fehlerhafte Transaktion), außerdem ist das in Frage stehende Produkt mit der genauen Artikelnummer und den Kosten zu sehen. Darunter findet sich ein Link mit der Aufforderung, die Zahlung innerhalb von 30 Minuten nach Empfang der Mail zu stornieren – damit wird noch einmal zusätzlicher Druck auf den Empfänger aufgebaut.

Klickt man auf den Link springt im besten Fall der Malware-Schutz des Browsers an und informiert euch darüber, dass die Verknüpfung unsicher ist. Wer das ignoriert (oder die Warnung nicht erhält) landet anschließend auf einer nachgebauten PayPal-Seite, die ebenfalls wieder täuschend echt aussieht – auch die Adresse www.PayPal.authorize-de.in wirkt zunächst so, als ob es sich hierbei wirklich um PayPal handelt. Auf der Seite müsst ihr anschließend wie bei einer normalen PayPal-Stornierung verfahren, d.h. Anmeldedaten, Adressdaten und Bankdaten eingeben  – diese Daten landen anschließend allerdings direkt in den Händen der Betrüger, die damit Zugriff auf euren PayPal-Account bekommen.

So schützt ihr euch vor Phishing bei PayPal und Co.

Als Anbieter für Online-Zahlungen hat PayPal verschiedene Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um Kunden vor Phishing und anderen Betrugsmaschen zu schützen. Daneben informiert das Unternehmen Kunden über den Umgang mit verdächtigen Mails:

  • PayPal spricht die Kunden immer mit direktem Namen an.
  • PayPal sendet grundsätzlich keine Emails mit Dateianhängen.
  • Aktionen und Transaktionen, die ihr bestätigen müsst, werden im PayPal-Konto auf der offiziellen Webseite angezeigt.
  • PayPal fragt generell nicht nach eurem Namen, der Bankverbindung, der Kreditkartennummer oder eurem Passwort.
  • Verdächtige Mails meldet ihr an die Adresse spoof@PayPal.de. PayPal benachrichtigt euch anschließend dann, ob die in Frage stehende Email echt ist.

Lest bei uns auch, was es mit Scamming im Internet auf sich hat.

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