Sicherheitsbenachrichtung von PayPal: Authentischer E-Mail-Fake! Phishing-Attacke!

Kristina Kielblock

Wir haben schon öfter in unseren Ratgebern zu Phishing-Attacken feststellen müssen, dass die Versuche, User-Daten abzufischen, immer gewitzter werden. Dank Mimikama können wir jetzt über eine neue E-Mail dieser Art berichten. PayPal würde eine Sicherheitsbenachrichtigung dieser Art nicht versenden, aber wenn würde sie wahrscheinlich ungefähr so aussehen. Eine klare Warnung vor Datenklau!

How to spot a fake PayPal-Website or E-Mail.

Es sollte allen klar sein und wenn ihr Freunde habt, dann klärt sie auf: Phishing kann für die Internet-Betrüger nur funktionieren, wenn ihr mitmacht. Man braucht kein Computer- oder Internet-Freak zu sein, um sich gegen Phishing-Angriffe abzusichern. Eigentlich müsst ihr nur drei Sachen wissen und beherzigen:

Erste Regel: Diese E-Mails gibt es nur gefälscht!

Kein Unternehmen, dass mit euren persönlichen Bank-Daten umgehen muss, wird euch jemals in einer E-Mail auffordern einem eingebundenen Link zu folgen und diese dort einzugeben. Egal also, wie echt diese E-Mail aussieht, ihr könnt sie ignorieren.

Zweite Regel: Im Betrugsfall seid ihr selber schuld!

Anbieter wie PayPal, Amazon und die Banken sind sich der Gefahren sehr bewusst und handeln entsprechend. Abgesehen davon, dass sie Links und Mails dieser Art nicht versenden, halten sie auch Richtlinien und Informationen für euch bereit, die alles Wesentliche zu sicheren finanziellen Transaktionen im Netz enthalten. Die Rechtssprechung ist daher im Betrugsfalle nicht auf eurer Seite, denn es wird vorausgesetzt, dass ihr euch über Sicherheitsmaßnahmen ausreichend informiert, bevor ihr Online-Banking und Internet-Bezahldienste nutzt.

Kreditkarten am Angelhaken auf einer computer tastatur symbolisch für einen phishing angriff

Dritte Regel: Bei Zweifel & Sorge wendet euch ans Unternehmen!

Alle diese Unternehmen, in deren Namen ihr gefälschte E-Mails erhalten könnt, haben auf ihrer Website einen Benutzer-Konten-Bereich. Falls euch eine Nachricht wurmt und keine Ruhe lässt, ihr aber die beiden ersten Punkte beherzigen wollt und NICHT auf den Link klicken, dann könnt ihr euch auf der Website anmelden und in eurem Benutzerkonto gucken. Alle wichtigen Meldungen über eventuellen Konto-Missbrauch, verlorene Sendungen, gemahnte Rechnungen und notwendigen Sicherheitsabfragen findet ihr dort – wenn sie real sind. In absoluten Zweifelsfällen könnt ihr euch auch an den Support wenden.

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Phishing: Die fiesesten Tricks der Betrüger.

Sicherheitsbenachrichtigung von PayPal – ein netter Versuch

Die Cyber-Kriminellen haben hier viel richtig gemacht. Die E-Mail wirk äußerst seriös. Der vermeintliche Kunde wird mit seinem Vor- und Nachnamen angesprochen, das Logo ist vorhanden, die Farben stimmen und die Formfehler halten sich in Grenzen – sind aber immerhin noch da. Perfekt ist dieser Betrugsversuch also nicht.

Die Masche ist altbekannt: Dem User wird Angst gemacht, in diesem Fall damit, dass jemand anderes möglicherweise versucht hat das eigene Konto zu knacken bzw. sich jemand mit einer fremden IP vielleicht in eurem Konto eingeloggt hat. Die Behauptung ist nun, dass das Konto gesperrt sei, solange bis eine Verifizierung der Person erfolgt ist. Diese könnt ihr angeblich durchführen, wenn ihr auf den blauen Button, hinter dem sich der eingebettete Link zur Phishing-Website befindet, klickt. Wer dem nicht folgt muss angeblich über eine Postident-Prüfung die eigene Person bestätigen.

Wer diesem Link folgt, landet auf einer gefälschten Login-Seite und wird nach der Eingabe dieser Daten auch im die Kontoverbindungsdaten und ggf. die Kreditkarten-Daten erleichtert. Hier keine richtigen Daten eingeben! Sie landen 1:1 in den Händen von Verbrechern!

Daten schon eingegeben?

  • Informiert umgehend PayPal!
  • Informiert euer Bank- und Kreditinstitut!
  • Informiert die Polizei.

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