Krebs durch Handystrahlung: Neue Studien bringen Gewissheit

Holger Eilhard 2

Seit Jahren streiten sich Wissenschaftler darum, ob die Handystrahlung Krebs im Menschen verursachen kann. Zwei neue Studien sollen für Aufklärung sorgen.

Krebs durch Handystrahlung: Neue Studien bringen Gewissheit

Krebs durch Handynutzung: Zwei Studien geben Entwarnung

In zwei separaten Studien befassten sich US-Wissenschaftler vom National Institute of Environmental Health Sciences mit den Effekten der Handystrahlung in Ratten und Mäusen. Die Forscher sehen keinen Grund für die Handynutzer, sich Sorgen aufgrund der Strahlung von Smartphones zu machen. Es sei sicher die Geräte zu verwenden.

Nachdem bereits frühere Studien nur wenige Gründe zur Sorge aufgetan hatten, befassten sich die neuen Studien nun mit einem genaueren Blick auf die Auswirkungen von starken Strahlungen an Tieren, in der Hoffnung einige Fragen zu beantworten, die bei Tests an Menschen noch offen geblieben waren.

In den Versuchen an Ratten wurde bei männlichen Tieren eine geringe Steigerung von ungewöhnlichen Herztumoren festgestellt. Keine Hinweise auf Probleme gab es hingegen bei weiblichen Ratten oder der Studie an Mäusen im Allgemeinen. Hinweise auf Gehirntumore gab es nicht.

Dr. Otis Brawley, Chief Medical Officer der American Cancer Society, sagte in einem Interview, dass die Studien für Aufmerksamkeit sorgen werden. Er warnte davor, dass diese Tierstudien nicht die Handynutzung im normalen Leben widerspiegeln. Die Hinweise für einen Zusammenhang zwischen Handys und Krebs seien gering, so Brawley. Sollte man nach den Tests an Tieren jedoch weiterhin besorgt sein, rät er zur Nutzung eines Kopf- oder Ohrhörers.

In den Tests, welche durch die Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA („Food and Drug Administration“) in den USA in Auftrag gegeben wurde, wurden die Tiere für täglich 9 Stunden über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren bestrahlt.

Kritik am Umfang der Studien

Kritiker der Studien sagten, dass die Nachforschungen nicht umfangreich genug gewesen sein sollen, um den möglichen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Hirntumoren auszuschließen. Im Jahr 2011 befand eine Arbeitsgruppe der International Agency for Research on Cancer, dass Handystrahlung möglicherweise krebserregend sein könnte. Diverse andere Studien, vor und nach diesem Befund, konnten dies jedoch nicht bestätigen.

Quelle: Associated Press via Phonearena, National Institute of Environmental Health Sciences

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