Aussortieren: 3 Strategien für`s Ausmisten & ein befreites Leben!

Kristina Kielblock

Dieser Ratgeber kommt gerade recht zum anstehenden Frühjahrsputz 2016! Dieses Jahr wird es euch endlich gelingen, euch von unnötigem Ballast zu befreien, Dinge zu sortieren, sinnvoll zu verstauen, auszumisten, zu spenden oder für immer zu entsorgen. Das klingt einfach, kann aber entsetzlich schwer sein. Lest weiter und bekommt das Entrümpeln endlich geregelt. 

Aussortieren: 3 Strategien für`s Ausmisten & ein befreites Leben!

Behalten oder Wegwerfen – die Entscheidung ist meistens gar nicht so leicht zu treffen. Nach welchen Kriterien geht man vor? Wie vermeidet man Dinge zu entsorgen, die man doch noch hätte gebrauchen können? Viele Menschen haben diverse Sachen, die wir gar nicht nutzen, uns aber auch nicht von ihnen trennen können. Organisation eurer Besitztümer könnt ihr lernen und die folgenden Strategien sollen euch dabei helfen. Wahrscheinlich sind euch die meisten dieser Ideen eigentlich klar, die Schwierigkeit besteht darin sie umzusetzen. Dafür ist es hilfreich, wenn ihr der Frage auf den Grund geht, was euch daran bislang gehindert hat.

Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag *

1. Alte Glaubenssätze hinterfragen – neue Prinzipien erarbeiten

Bevor ihr anfangen könnt, bestimmte Strategien der Arbeitsorganisation umzusetzen, müsst ihr euch damit konfrontieren, warum es bislang nicht so gut geklappt hat. Es können sehr verschiedene Gründe dahinter stecken, bestimmte Grundannahmen über die Welt der Dinge, mit denen wir aufgewachsen sind und die wir insofern unbemerkt verinnerlicht haben:

  • Geschenke schmeißt man nicht weg oder verschenkt sie weiter – schon gar nicht, wenn sie selbst gebastelt sind.
  • Dinge, für die man mal (viel) Geld bezahlt hat, muss man behalten.
  • Andenken, Fundstücke, Erinnerungsgegenstände muss man aufheben.

Das ist ein Teil der Probleme, die uns am Ausmisten und Aussortieren hindern können. Dazu kommt, dass wir im Laufe unseres Lebens eine bestimmte Haltung zu Besitz einnehmen. Menschen mit großen Verlustängsten beispielsweise neigen dazu, alles aufzuheben, weil sie sich stark mit ihrem Besitz identifizieren. Die Gegenstände, die man besitzt, kann man – im Gegensatz zu den Menschen, die man liebt, kontrollieren. Diese Menschen haben dann oft das Gefühl, einen Teil von sich selbst wegzugeben und keine Sache, wenn sie etwas wegschmeißen. Dieses Verhalten kann sich auch zu einem pathologischem Krankheitsbild, dem sog. Messie auswachsen.

ausmisten, aussortieren, aufräumen will alles erledigt werden sonst kommt es zu großer unordnung

Wir alle kennen aber sicher die unbestimmte Angst, dass wir unsere Aussortier-Entscheidung anschließend bereuen oder haben auch schon die Erfahrung gemacht, dass man zwei Wochen später ganz anders über die Sache dachte. Und? Wir haben das alle überlebt. Der Mensch braucht eigentlich ganz wenig – euch kann nichts passieren, selbst wenn ihr mal eine „dumme“ Entscheidung gefällt habt und eine schöne, teure, wichtige Sache aussortiert habt. Wer den Mut aufbringt, es einfach durchzuziehen, wird erleben wie ganz neue Energie euren Lebensraum durchflutet. Je mehr von den toten, unnützen Gegenständen verschwinden, umso mehr Platz habt ihr zum Leben.

Setzt euch Ziele und entwickelt daran Prinzipien, beispielsweise:

  • Ich will nur noch Dinge besitzen, die ich benutze. Alles, was ich länger als 12 Monate nicht gebraucht habe, kommt auf die Abschussliste (ausgenommen Bücher u.ä.).
  • Ich will nur noch Klamotten haben, die ich wirklich anziehe.
  • Ich möchte nichts mehr behalten, nur weil andere es mir geschenkt haben und vielleicht enttäuscht von mir sind.
  • Ich will nichts aufheben, was ich nicht mehr brauche oder sehen will, nur weil es mal Geld gekostet hat.

sie sinnlose anhäufung von gegenständen ist die konsequenz wenn man nichts aussortiert

2. Entsorgung zur Probe

Falls ihr große Angst vor Fehleinschätzung oder dem Loslassen des Gegenstandes habt, sortiert ihn außer Sicht. Ihr könnt euch eine Kiste anlegen, in die ihr alle Sache packt, die ihr eigentlich aussortieren wollt, euch aber nicht traut, weil ihr befürchtet, es zu bereuen. Wenn ihr in den anschließenden Monaten die Sachen nachweißlich nicht vermisst oder benötigt, fällt es euch wahrscheinlicher leichter, den endgültigen Schritt zu gehen und sie zu verschenken, zu verkaufen, zu spenden oder zu entsorgen.

ein paar schaut lächelnd in einen karton wenn man sich nicht entscheiden kann was man ausmisten will sollte man erst mal zur probe wegpacken

3. Die richtigen Fragen stellen

  • Wann habt ihr diesen Gegenstand das letzte Mal benutzt?
  • Was bedeutet er euch, was verbindet ihr mit ihm?
  • Was hindert euch daran, ihn zu entsorgen?
  • Könntet ihr ihn einfach wieder besorgen oder ist er unwiederbringlich verloren, wenn ihr ihn aussortiert?
  • Macht mir dieser Gegenstand Freude?
  • Könnte er jemand anderem große Freude bereiten?
  • Was wäre die schlimmste Konsequenz, wenn ihr ihn aus eurem Leben entfernt?
  • Welche Gefühle / Ausstrahlung verbindet ihr mit diesem Gegenstand?
  • Nimmt es viel Platz weg, den ihr eigentlich besser verwenden könntet?
  • Kostet euch dieser Gegenstand Energie in irgendeiner Form? Braucht er Pflege usw.?

Räumt euren Lebensraum auf – jeder Vogel liebt sein Nest!

Checklisten, die das Leben vereinfachen:

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