Grover: Erfahrungen & Hotline – Mieten von Handys und Co.

Robert Kägler

Mit „Grover“ lassen sich Handys und andere Elektronik-Geräte für eine monatliche Gebühr mieten. Doch wie seriös ist das Angebot der Plattform? Wir haben nachgeforscht und fassen die Erfahrungen der User beim Mieten mit Grover zusammen. Außerdem findet ihr hier die Grover-Hotline für Problemfälle.

Grover: Erfahrungen & Hotline – Mieten von Handys und Co.
Bildquelle: Grover Group GmbH.

Einige große Elektronikfachgeschäfte bieten mittlerweile nicht nur den Kauf auf Raten an, um höherpreisige Geräte an den Mann (oder die Frau) zu bringen, sondern auch eine Miet-Option. Oft findet man online den Button „Mieten mit Grover“ unter der gewohnten Auswahl „Jetzt kaufen / In den Warenkorb“. Auch der Großhandel „MediaMarkt“ und der Apple-Spezialist „Gravis“ bieten diese Möglichkeit an.

Übersicht

Grover: Erfahrungen mit dem Mieten von Geräten – was bietet der Dienst?

Wer über Grover etwas mieten möchte, kann beispielsweise bei Gravis oder MediaMarkt im Sortiment stöbern und – sofern für das Produkt vorhanden – einfach „Mieten mit Grover“ wählen. Alternativ geht das auch direkt auf der Webseite von Grover. Doch was passiert dann genau und was leistet der Dienst? Hier eine kurze Übersicht:

  • Über Grover kann man vor allem Elektronikgeräte für eine monatliche Gebühr mieten, um diese auch über längere Zeit selber testen zu können. Zu den Produkten gehören unter anderem: Smartphones, Tablets, Kameras, Drohnen, Gaming- und Audio-Equipment.
  • Die Produkte befinden sich im Zustand „neu“ oder „so gut wie neu“.
  • Ihr schließt mit Grover einen Mietvertrag über eine Mindestlaufzeit von 1, 3, 6 oder 12 Monate ab. Der Vertrag kann zum Ablauf der vereinbarten Zeit, oder bei Überschreitung monatlich, gekündigt werden.
  • Je länger die initiale Laufzeit, desto niedriger fallen die Monatsraten aus.
  • Erreicht ihr mit euren Mietkosten die angegebene UVP, gehört das Mietgerät nach drei weiteren Monaten euch. Alternativ könnt ihr das Gerät vorher kaufen, dann werden 30 % der Mietkosten auf den Preis angerechnet.
  • Zum Zahlen der Miete kann eine Kreditkarte oder PayPal verwendet werden.
  • Über das Online-Portal und die kostenlose Rücksendung beendet ihr den Mietvertrag.
  • Im Schadensfall übernimmt der Dienstleister 90 % der Kosten (z. B. Displaybruch, Wasserschäden, technische Defekte), sofern keine mutwillige oder fahrlässige Beschädigung durch den Mieter entstanden ist. Gewöhnliche Gebrauchsspuren zählen nicht als Beschädigung. Bei größeren Kratzern können allerdings 50 % der „Ausbesserungs-Kosten“ für den Mieter anfallen.

Mit Grover mieten: Erfahrungen mit dem Service – was sagen die Nutzer?

Soweit eigentlich ganz einfach? Oft klingen solche Dienste unkompliziert, sind es aber im Endeffekt nicht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, wie die Nutzer den Service erlebt haben, helfen bekannte Portale wie „Trustpilot“, „eKomi“ oder „Trusted Shops“. Die Bewertungen sehen wie folgt aus (Stand: 11.12.2018):

  • Trusted Shops: 4.09/5 Punkten, 67 Bewertungen in 12 Monaten (insgesamt 496 Bewertungen) – Urteil: Gut
  • eKomi: 4.5/5 Punkten, 1243 Bewertungen – Urteil: Sehr gut
  • Trustpilot: 4/5 Punkten, 77 Bewertungen – Urteil: Gut

Guckt man sich das Gesamtergebnis an, scheinen die Erfahrungen beim Mieten mit Grover durchaus positiv zu sein. Zwischen vielen positiven Bewertungen findet man aber auch ausführliche negative Berichte und Ratschläge von Nutzern. Folgende Probleme tauchen vermehrt auf und sollten mit in die Entscheidung einbezogen werden:

  • Waren (oder Zubehör) kommen unter Umständen stark abgenutzt und in einem schlechteren Zustand als angegeben an. Teilweise funktionieren Geräte nicht (zur Erinnerung: Grover wirbt mit einem „neuen“ oder „fast wie neu“-Zustand).
  • Lieferungen dauern wesentlich länger als angegeben.
  • Der Kundenservice reagiert unfreundlich und unkooperativ bei Problemen oder ist nicht zeitnah zu erreichen.
  • Der Rückerhalt des Geldes in Problemfällen ist oft schwierig.

Außerdem sollte man Folgendes beachten, bevor man sich zum Mieten bei Grover entschließt:

Update: Grover hat uns gegenüber bestätigt, dass „Grover Care“ ab sofort bei allen Partnern (außer Saturn) inklusive ist. Im Schadensfall werden 90% der Kosten vom Anbieter übernommen.
  • Die Übernahme von Reparaturkosten im Schadensfall ist aktuell noch undurchsichtig. MediaMarkt selbst und die AGBs werben mit der Teilung zwischen Grover und Mieter zu 50 %. Gravis und die offizielle Webseite geben eine Übernahme durch Grover von 90 % der Kosten im Schadensfall an. Das neue Modell mit einem höheren Anteil seitens Grover nennt sich nun „Grover Care“ und betrifft neue Mietverträge. Solltet ihr ein Gerät direkt bei MediaMarkt mieten wollen, erfragt zunächst die aktuellen Konditionen.
  • Erst ab einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten zahlt ihr in einem Jahr ungefähr so viel wie der Durchschnittspreis für ein neues Gerät. Bei kürzeren Laufzeiten zahlt ihr wesentlich mehr. Eine einmonatige Miete kostet für ein Apple iPhone XR beispielsweise aktuell 94,90 Euro pro Monat, der Neupreis beträgt aktuell circa 850 Euro (Stand: 11.12.2018).
  • Kündigt ihr euren Mietvertrag nicht vor dem Ende der Mindestlaufzeit, zahlt ihr monatlich zu den gleichen Konditionen weiter.
  • Einige Nutzer raten dazu, den Zustand der Ware bei Eingang und Rücksendung mit Fotos zu dokumentieren. In vereinzelten Fällen soll es hier zu Problemen mit Folgekosten gekommen sein. Wie genau die Ware überprüft wird und wo die Grenze von Gebrauchsspuren zum kostenpflichtigen Schadensfall übertreten wird, ist nicht deutlich beschrieben.

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Grover: Erfahrungen beim Mieten – wie seriös ist der Anbieter?

Die Partnerschaft mit MediaMarkt und Gravis (und anderen Marken) schafft hier zwar vertrauen, die Nutzerberichte zeichnen teilweise ein anderes Bild. Das verwirrt Interessierte möglicherweise. Auf Bewertungsportalen ist es allerdings schwer, den Wahrheitsgehalt der Posts zu überprüfen. Oft werden natürlich Nutzer durch besonders negative Erfahrungen angestachelt, einen entsprechenden Kommentar auf Bewertungsseiten zu hinterlassen. Kommt eine Beschwerde vermehrt vor, kann das jedoch ein Indiz für tatsächliche Probleme sein.

Allgemein ist zu sagen, dass der Großteil der Bewertungen dennoch positiv ist und man dies nicht außer Acht lassen sollte. Wer das Risiko bei einem „Testlauf“ minimieren möchte, kann die gewünschte Ware beispielsweise direkt bei Gravis oder MediaMarkt vor Ort mieten, so weiß man vorher, was man erhält. Bei Problemen hat man dort zudem einen zusätzlichen Ansprechpartner.

Grover-Hotline: So könnt ihr bei Problemen Kontakt aufnehmen

Wer sich vorher persönlich informieren möchte, kann über die Grover-Hotline telefonisch Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen. Für die Verbindung fallen reguläre Festnetzkosten an (über Mobilfunk können diese höher sein). Alternativ gibt es auch eine E-Mail-Adresse, über die ihr schriftlich mit dem Grover-Support in Verbindung treten könnt.

Würdet ihr euch ein faltbares Smartphone zulegen?

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