Nebelschlussleuchte einschalten - Alle wichtigen Infos

Selim Baykara 1

Die Nebelschlussleuchte ist eine rote Zusatzleuchte, die hinten am Auto angebracht, damit andere Fahrer das Fahrzeug bei schlechtem Wetter und Nebel besser erkennen können. Aber wann darf man die Nebelschlussleuchte eigentlich noch mal einschalten? Besteht eine Pflicht zum Einsatz der Nebelschlussleuchte und wie sehen die Regelungen genau aus? In unserem Ratgeber erfahrt ihr die Antworten auf diese Fragen.

Nebelschlussleuchte einschalten - Alle wichtigen Infos

Nebelschlussleuchte einschalten – Wozu ist das gut?

Der November ist da, und mit ihm kommen Nebel, frühe Dunkelheit und schlechtes Wetter. Das gefällt eigentlich niemandem – besonders ärgerlich ist es aber für Autofahrer, die sich bei den schlechten Sichtverhältnissen durch den Straßenverkehr bewegen müssen. Ein bewährtes Hilfsmittel für mehr Sicherheit ist hier die sogenannte Nebelschlussleuchte. Die hellrote Zusatzleuchte wird am hinteren Teil des Fahrzeugs angebracht und strahlt 40-mal stärker als herkömmliche Rücklichter. Damit können Autofahrer vor ihnen auf der Fahrbahn befindliche Fahrzeuge besser erkennen, den Mindestabstand einhalten und Unfälle vermeiden.

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Wenn’s funktioniert, ist es nicht dumm!

Wann darf man die Nebelschlussleuchte einschalten?

Da die Nebelschlussleuchte sehr hell strahlt und nachfolgende Autos blendet, ist der Einsatz der Nebelschlussleuchte streng durch die Straßenverkehrsordnung in Paragraph 17 reglementiert. Die Nebelschlussleuchte darf in Deutschland nur in den folgenden Situationen eingeschaltet werden:

  • Autofahrer dürfen die Nebelschlussleuchte nur dann einschalten, wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt.
  • Die Einschränkung der Sichtweite muss durch Nebel erfolgen – ihr dürft die Nebelschlussleuchte z.B. nicht einsetzen, wenn die Sicht durch Regen behindert wird.
  • Die Sichtweite könnt ihr auf Landstraßen und Autobahnen am Abstand der Leitpfosten erkennen, der immer genau 50 Meter beträgt.
  • Bei Sichtweiten unter 50 Meter dürfen Autofahrer zudem mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h fahren.
  • Die Nebelschlussleuchte darf generell auch innerhalb von Ortschaften benutzt werden, sofern die obigen Voraussetzungen gegeben sind.

Wer eine Nebelschlussleuchte verwendet, muss zudem eine Kontrollleuchte am Armaturenbrett anbringen und die Nebelschlussleuchte bei einer Verbesserung der Sichtverhältnisse wieder abschalten. Vergisst man das, droht ein Bußgeld: Der missbräuchliche Einsatz kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldstrafe in Höhe von 20 Euro geahndet werden. Werden anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet oder durch einen Unfall in Mitleidenschaft gezogen, beträgt das Verwarnungsgeld für den falschen  Einsatz der Nebelschlussleuchte 25 bzw. 35 Euro.

Besteht eine Pflicht zum Einsatz der Nebelschlussleuchte?

Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Fahrer unter den obigen Bedingungen eine Nebelschlussleuchte einsetzen, sie müssen das aber nicht zwangsweise tun: Eine Verpflichtung zum Einsatz der Nebelschlussleuchte besteht daher nicht. Bei schlechten Sichtverhältnissen gibt es aber einige weitere Regelungen, die unbedingt eingehalten werden müssen.

  • Wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich einschränken, müssen Autofahrer auch tagsüber mit Abblendlicht fahren.
  • Nur bei diesen Witterungsverhältnissen dürfen zudem Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden.
  • Bei zwei Nebelscheinwerfern reicht es, statt dem Abblendlicht die Begrenzungsleuchten zu benutzen.
  • An Krafträdern (ohne Beiwagen) muss man generell nur den Nebelscheinwerfer benutzen.

In anderen Ländern gelten andere Regeln zum Einsatz der Nebelschlussleuchte: In Belgien müssen Autofahrer die Nebelschlussleuchte bei einer Sichtweite von unter 100 Metern (verursacht durch Nebel, Schneefall oder Regen) einschalten. In Frankreich darf man die Nebelschlussleuchte komplett ohne Sichtweitenbeschränkung bei Nebel und Schnee immer einschalten, allerdings nie bei Regen. In der Slowakei ist der Betrieb der Nebelschlussleuchte hingegen vollständig verboten.

Generelle Tipps zur Fahrt im Winter und Herbst und bei schlechtem Wetter

  • Wenn Nebel aufkommt, solltet ihr die Geschwindigkeit sofort reduzieren.
  • Bei Nebel ist die Fahrbahn nass und rutschig – haltet deshalb ausreichend Abstand.
  • Den Anstand könnt ihr anhand der Leitpfosten am Fahrbahnrrand besser einschätzen
  • Vergrößert gegebenenfalls den Sicherheitsabstand zum vorigen Auto, um besser reagieren zu können.
  • Schaltet bei Nebel immer das Abblendlicht ein, damit ihr besser sehen könnt und gesehen werdet.

Bei uns erfahrt ihr auch, welche Fahrzeug-Modelle vom VW-Abgas-Skandal betroffen sind.

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