Schlafzimmerblick: Definition der Laszivität oder doch Zubettgehzeit?

Thomas Kolkmann

Das Wort Schlafzimmerblick ist wahrscheinlich jedem bekannt, viele sind sich über dessen Bedeutung aber nicht ganz im Klaren. Während die einen den Schlafzimmerblick als Einladung verstehen, verstehen andere unter demselben Begriff das genaue Gegenteil und wieder andere verstehen darunter eine krankheitsbedingtes Symptom. Was bedeutet Schlafzimmerblick nun also und wie sieht er aus?

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Der Schlafzimmerblick -  Sexy-Time vs Sleepy-Time?

Den Schlafzimmerblick verstehen viele Personen als einen besonders attraktiven Blick, welcher einen ins Schlafzimmer locken soll. Die Defintion des Dudens lautet wie folgt: „betont sinnlicher Blick mit nicht ganz geöffneten Lidern “.

Die englische Übersetzung „come-to-bed eyes“, auf Deutsch also „Komm-ins-Bett Augen“ ist da auch schon etwas konkreter, als das Wort Schlafzimmerblick. Diesen verstehen viele nämlich auch missverständlich als den Blick, den man macht, wenn man müde ist und (zurück) ins Bett kriechen möchte. Dabei sind die Lider oft auch nur noch halb geöffnet, jedoch sagt dieser Blick im Normalfall alles Andere als das Verlangen zur „Kopulation“ aus.

Falsch ist keine von beiden Definitionen, man sollte jedoch dringend auf den Kontext achten, wenn jemand von dem Schlafzimmerblick spricht, um ein äußerst peinliches Missverständnis möglichst zu vermeiden. Wenn jemand vor sich hingähnt oder das Kopfkissen quasi noch im Gesicht hat, versteht dieser das Wort Schlafzimmerblick sicher anders, als ein aufreizend gekleideter (und vor allem wacher!) Partner.

Schlafzimmerblick

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Schlafzimmerblick - Krankheit

Ptosis Schlafzimmerblick Myasthenia_Gravis
Ebenfalls wird die Ptosis (auch Ptose) umgangssprachlich als „Schlafzimmerblick“ bezeichnet. Die Ptosis selbst ist keine Erkankung, sondern kann ein Symptom für verschiedene Krankheiten oder auch Vergiftungen sein. Die Ptosis bezeichnet in der Augenheilkunde das Herabhängen (teilweise oder vollständig) der oberen Augenlieder eines oder beider Augen.

Der dadurch verusachte „Schlafzimmerblick“ kann die betroffene Person im Alltag erheblich einschränken, da (je nach Erkrankung) das Sehen somit fast vollständig verhindert wird, ohne das man selbst etwas dagegen tun kann. Wenn beide Augen betroffen sind, können die Personen häufig nur noch mit zurückgelehntem Kopf unter den Lidern hergucken, da die oberen Lider nicht mehr hochgehalten werden können und die Augen somit fast vollständig verschlossen bleiben.

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