Was ist Umsatz? Verständliche Erklärung des Konzepts aus der BWL

Kristina Kielblock

Eigentlich weiß es jeder, aber dennoch setzt bei den Begriffen Umsatz, Gewinn, Verlust, Einnahmen und Ausgaben häufig dann doch Verwirrung ein. Wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, habt ihr dann trotzdem Umsatz gemacht? Ab welcher Grenze muss man Umsatzsteuer zahlen? Dieser Ratgeber erklärt euch den Begriff Umsatz, damit ihr nie wieder über seine Bedeutung ins Rätseln kommt.

Was ist Umsatz? Verständliche Erklärung des Konzepts aus der BWL

Der Umsatz umfasst alle Einnahmen, die ein Unternehmen mit Dienstleistungen oder dem Verkauf von Waren erzielt. Auch Einnahmen aus Verpachtung oder Vermietung von Wohneinheiten oder Grundstücken zählen zum Umsatz, genauso wie die Zinsen die auf ein Geschäftskonto laufen.

Was ist Umsatz?

Der Umsatz oder auch Erlös stellt den Wert der innerhalb eines Zeitraums an Kunden abgegebenen Leistungen und Lieferungen dar. Der Begriff wird auf zwei Arten verwendet:

  1. Der wertmäßige Umsatz ist das Produkt aus abgesetzter Leistungsmenge mal Absatzpreis – Beispiel: Absatz von 3000 Zahnbürsten à 2,95€ ergeben einen Umsatz von 8.850€
  2. Der mengenmäßige Umsatz ist die Summe aller abgesetzten Leistungen – in diesem Falle fungiert also Umsatz als Synonym für Absatz.

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Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn?

Wie aus dem letzten Absatz ersichtlich, kann der Umsatz anhand der allgemeinen Formel Absatzmenge x Preis = Umsatz errechnet werden. Der Umsatz gibt also Auskunft über die Einnahmen eines Unternehmens.

In den Gewinn sind hingegen auch die Ausgaben eines Unternehmens mit eingeflossen. Die Formel dazu ist also: Umsatz-Kosten = Gewinn. Der Gewinn beschreibt also, was nach Abzug aller Kosten von den Einnahmen eines Unternehmens übrig bleibt.

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Was hat es mit der 17.500 € Umsatzgrenze für Kleinunternehmer auf sich?

Der Umsatz, den ein Unternehmen macht, ist die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer, die an das Finanzamt gezahlt werden muss. Wer einen Umsatz unter 17.500 € jährlich erzielt, kann sich als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreien lassen.

Umsatzsteuergesetz 2015 *

Wichtig: Für diese Grenze spielen eure Ausgaben überhaupt keine Rolle, sie bezieht sich rein auf den Umsatz. Wer also Rechnungen über 17.500 € geschrieben hat, muss Umsatzsteuer bezahlen, auch wenn er auf der anderen Seite Ausgaben von 15.000 € hatte oder vielleicht sogar Minus gemacht hat.

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