Checkliste Todesfall: Tätigkeiten und Aufgaben nach einem Sterbefall

Kristina Kielblock

Der Tod ist ein unverbrüchlicher Fakt im menschlichen Leben, der nicht gerade für den göttlichen Schaltplan wirbt. Daher neigen wir dazu seine Realität zu verdrängen, bis wir direkt damit konfrontiert werden, weil enge Angehörige oder Freunde uns verlassen. Abgesehen von der Trauer, sind dann auch zahlreiche Formalitäten und Aufgaben zu bewältigen und eine Checkliste kann dann eine Orientierung und Hilfestellung sein. 

Checkliste Todesfall: Tätigkeiten und Aufgaben nach einem Sterbefall

Ein Todesfall kommt oftmals überraschend und versetzt uns in einen hoch-emotionalen Zustand, der nicht immer mit einem klaren Kopf einhergeht. Dennoch gibt es nach einem Sterbefall einige Fristen, die man unbedingt kennen und wahren sollte.

Ebenso wichtig ist es aber, sich Unterstützung bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben von Freunden und Verwandten zu sichern. Sollte dies nicht möglich sein, kann auch ein Bestattungsunternehmen oder ein geistlicher Kirchenvertreter einen gewissen Beistand gewährleisten.

Checkliste Todesfall: Die ersten Schritte nach Erhalt der traurigen Nachricht

Auch wenn man am liebsten gar nichts mehr machen würde, einige Dinge müssen zeitnah nach Eintreten des Todes unternommen werden. Lasst euch aber nicht unter Druck setzen, holt euch Hilfe und schont eure Kräfte, denn der gesamte Prozess zieht sich hin und es sind auf dem Weg viele Entscheidungen zu treffen und Behördengänge zu erledigen.

Checkliste Todesfall

Beim Tod in den eigenen vier Wänden

  1. Nach dem Vorfinden eines Verstorbenen muss ein Arzt gerufen werden, der den Eintritt eines natürlichen Todes feststellt und daraufhin einen Totenschein ausstellen kann. Dies kann der Hausarzt machen oder ihr ruft einfach 112 an und die Notleitzentrale wird dann die erforderlichen Schritte in die Wege leiten.
  2. Die Angehörigen und dem Toten nahe stehende Personen informieren. In der Regel stehen euch 36 Stunden zur Verfügung, um von der verstorbenen Person Abschied zu nehmen. Dann findet normalerweise eine Überführung in eine Leichenhalle statt. Den genauen zeitlichen Rahmen kann euch auch der Arzt nennen.

Sterbefall im Heim

Der Ablauf ist ähnlich, allerdings informiert die Unterbringung bereits den Arzt und zeitgleich die Angehörigen. Der Heim-Bewohner wird gewaschen und ggf. von seinen medizinischen Geräten befreit. Auch dort muss das Zimmer nicht umgehend geräumt werden, sondern man kann sich in Ruhe in gewohnter Umgebung von dem Verstorbenen verabschieden oder ihn ins eigene Zuhause überführen lassen.

Checkliste Todesfall

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Wenn’s funktioniert, ist es nicht dumm!

Gemeinsam sind wir stark – Checkliste im Todesfall mit der Hilfe anderer abarbeiten

Wenn alles günstig verläuft und einige Trauernde zusammengekommen sind, kann man gemeinsam die nächsten Schritte besprechen und wichtige Entscheidungen zusammen treffen, sofern man bei bestimmten Fragen, nicht über klare Direktiven der verstorbenen Person verfügt:

  • Aufbahrung: Hier sollte vor allem berücksichtigt werden, was sich die engsten Vertrauten des Verblichenen wünschen. Falls es einen Platz zur Aufbahrung im gewohnten Umfeld gibt, kann der Verstorbene dort bleiben. Andernfalls muss ein Bestattungsunternehmen hinzugezogen werden.
  • Die Wahl des Bestattungsunternehmens ist sowohl beim Todesfall zu Hause, als auch im Heim völlig frei. Je nach Bundesland habt ihr bis zur Bestattung 5-12 Tage Zeit, falls eine Überführung notwendig ist, kann es nützlich sein, zu wissen, dass dies nur eine Leistung des Unternehmens ist und ihr euch damit nicht verpflichtet, durch dieses Unternehmen auch die Feierlichkeiten ausrichten zu lassen.
  • Gibt es eine Sterbeversicherung oder eine Lebensversicherung des Verstorbenen? Wenn ja, muss die Leistung zeitnah beantragt bzw. die Versicherung über den Sterbefall informiert werden, die Fristen sind eng gesetzt, in der Regel 24 bis 72 Stunden nach Ausstellung des Totenscheins.
  • Für die Ausstellung der Sterbeurkunde und die Bestattung werden einige Dokumente des Verstorbenen dringend benötigt: Personalausweis, Geburtsurkunde, Totenschein und entsprechend des Familienstandes der verstorbenen Person entsprechende Unterlagen über Heirat bzw. Scheidung.

Natürlich gibt es noch etliches mehr zu bedenken und zu arrangieren, eine sehr detaillierte Übersicht dieser Dinge, sortiert nach dem zeitlichen Rahmen, in dem sie zu erledigen sind, findet ihr in dieser Online-Checkliste Todesfall. Dort geht es auch um viele Dinge, die nicht direkt mit der Beerdigung, sondern mehr mit dem Leben des Verstorbenen zu tun haben, wie beispielsweise die Räumung und Kündigung der ehemaligen Wohnung.

Eine weitere gut ausgearbeitete Hilfe im Ernstfall wird von der Verbraucherzentrale Hamburg als PDF zum Ausfüllen und Ausdrucken zur Verfügung gestellt. Der Gebrauch des Dokuments ist besonders geeignet, um die Planung auch mit den Angehörigen teilen zu können, die nicht vor Ort sind.

Möchte man sichergehen, dass einige geliebten Verwandten oder Bekannten im Sterbefall den Nachlass erhalten, haben wir Vorlagen für das Testament in einem anderen Artikel zusammengestellt. Weitere Fragen zum Erbrecht beantworten wir in den Ratgebern Berliner Testament im Erbrecht: Was ist das und was sind Vor- und Nachteile? und Erbschein beantragen: Wie geht das und was kostet ein Erbschein?

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Ist es für euch in Ordnung, wenn das Smartphone-Display ein wenig verkratzt ist oder schon ein paar Gebrauchsspuren auf der Rückseite hat? Oder muss ein Artikel beim Kauf wirklich komplett neu sein?

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