Datenautomatik – Möglichkeiten zum Deaktivieren, Kosten und Nutzen

Norman Volkmann

Immer mehr Mobilfunkverträge von Anbietern wie o2, Base oder Winsim beinhalten eine Datenautomatik. Im folgenden Ratgeber erklären wir euch, was es mit der Datenautomatik auf sich hat, wozu ihr sie gebrauchen könnt und wie oder ob ihr sie auch deaktivieren könnt, wenn ihr sich benötigt.

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Was ist Datenautomatik?

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Mit der Datenautomatik schalten euch viele Anbieter nach dem Aufbrauchen eures High-Speed-Volumens zusätzliche Datenpakete frei. Das sind in der Regel sehr kleine Pakete über 100 MB, für die ihr jeweils zur Kasse gebeten werdet. In der Regel werden dreimal solche Mini-Pakete nachgeschoben, die oftmals mit 2 Euro oder mehr berechnet werden. Wer also einen recht schmalen Vertrag mit geringem Datenvolumen hat und wenig bezahlt, der kann durch die Datenautomatik schnell viel mehr ausgeben als geplant. Wie die Datenautomatik bei Tarifen von Winsim funktioniert, erklären wir übrigens an anderer Stelle. Wer auf die Schnelle oder zum Monatsende noch einmal etwas mehr Datenvolumen benötigt, der muss damit nicht extra einen Zusatz-Tarif buchen, der dann im nächsten Monat sowieso nur wieder gekündigt werden muss.

Datenautomatik: Abzocke oder Unterstützung

Auch wenn die Datenautomatik gerade bei günstigen Tarifen oft obligatorisch ist, freut sich nicht jeder Kunde über diese Praktik. Gerade kleinere Anbieter bieten auch keine Kündigungsmöglichkeit der Datenautomatik an. Wenn im Monat für einen Vertrag mit 500 MB nur unter zehn Euro abgebucht werden, sich dann aber die Datenautomatik einschaltet, kann – je nach Tarif – schnell doppelt so viel daraus werden. Alle Informationen zur Datenautomatik im Überblick:

  • Die Datenautomatik ist in vielen Fällen Teil des Vertrages und nicht einzeln kündbar.
  • Highspeed-Internetvolumen wird durch die Automatik verlängert.
  • In der Regel werden 2-5 Euro für 100 MB Volumen fällig. Dieses zusätzliche Volumen wird vielfach in Dreierschritten getaktet und berechnet.
  • Die Deutsche Telekom ist der einzige Anbieter, der keine Datenautomatik für seine Tarife anbietet.
  • Nach der Datenautomatik surft ihr mit gedrosseltem Internet, bis der neue Rechnungszeitraum startet.
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Datenautomatik unzulässig: Was bedeutet das?

Das Landgericht München hat im Januar 2016 entschieden, dass das automatische Nachbuchen von kostenpflichitgen Datenvolumen nicht zulässig ist. Kostenpflichtige Zusatzleistungen sollen demnach nur Anwendung finden, wenn der Kunde seine aktive Zustimmung abgibt. Beim Urteil des Landesgerichts ging es im genauen Fall um die Datenautomatik von o2. Als Resultat daraus gibt es die Datenautomatik bei o2 zwar weiterhin, sie kann aber auf Wunsch deaktiviert werden. Für viele anderen Anbieter funktioniert das leider nicht immer. Die Datenautomatik bei Winsim-Beispielsweise kann in der Regel nicht gekündigt werden, sie wird bei den jeweiligen Tarifen als „fester Tarifbestandteil“ deklariert. Wenn ihr noch einen älteren Tarif habt, kann es sein, dass die Deaktivierung der Datenautomatik allerdings doch möglich ist. Dazu kontaktiert ihr am besten direkt den Service von Winsim. Wie ihr das macht, erfahrt ihr ebenfalls bei uns: Winsim Service: So erreicht ihr die Hotline und den Kundenkontakt

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