Dimoco kündigen – warum das nicht geht und was ihr tun könnt

Marco Kratzenberg 1

Immer wieder taucht eine Firma namens Dimoco in Handyrechnungen auf, um für angeblich abgeschlossene Abos zu kassieren. Wenn ihr allerdings bei Dimoco kündigen wollt, treten auf einmal Probleme auf. Woran das liegt und was ihr trotzdem tun könnt, erfahrt ihr hier.

Ihr könnt nicht einfach bei Dimoco kündigen und ein Abo beenden. Das liegt daran, dass Dimoco lediglich der Zahlungsdienstleister ist, der im Auftrag der eigentlichen Abo-Firma bei euch kassiert. Wir erklären euch, welche Schritte ihr ergreifen könnt. Vor allem solltet ihr zukünftige Abzock-Abos verhindern, indem ihr bei eurem Telefonanbieter eine Drittanbietersperre schalten lasst.

Lasst euch in diesem Video erklären, wie ihr gefälschte Online-Shops erkennt:

So erkennst du Fake Shops.

Man kann nicht bei Dimoco kündigen – bei wem dann?

Dimoco ist nur eine Firma, die sich darauf spezialisiert hat, die Gebühren für Unternehmen einzutreiben, die beispielsweise Apps entwickeln, in denen man ein Abo abschließen kann. Auch wenn ihr mit Dimoco keinen Vertrag habt, den man kündigen könnte, ist diese Art der Abbuchung legal.

Leider muss eine Firma wie die Dimoco GmbH nicht einmal prüfen, ob der Anspruch ihres Kunden berechtigt oder legal ist. Und da diese Kunden oft auch nicht einmal in Deutschland sitzen, ergibt sich daraus die ideale Abzock-Masche. Da ist die Rechtslage leider problematisch. Dimoco lässt sich in seinen Geschäftsbedingungen von seinem Kunden bestätigen, dass alle Einzugsversuche und Gebühren rechtens sind und damit ist die Firma rechtlich abgesichert.

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Dimoco bietet ein Service-Center, in dem ihr selbst eure Abos verwalten und gegebenenfalls auch kündigen könnt. Öffnet dazu diese Kontaktseite und klickt dort auf den Button „Go to MPSC“. Dort müsst ihr eure Handy-Nummer angeben, bekommt einen Bestätigungscode per SMS und könnt euch dann einloggen, um einen Überblick aller von Dimoco verwalteten Abos zu dieser Nummer zu sehen.

Um weitere Abbuchungen zu verhindern, müsst ihr das Abo beim eigentlichen Anbieter kündigen. Dazu ist es nötig, herauszukriegen, bei wem das Abo eigentlich abgeschlossen wurde.

Findet heraus, bei wem ihr ein Abo kündigen müsst, das über Dimoco eingezogen wird

In der Regel gibt es zwei Wege, um den eigentlichen Abo-Anbieter herauszufinden:

  • Ihr könnt die Support-Hotline eures Mobilfunkanbieters kontaktieren. In vielen Fällen können die euch zu der abgebuchten Dienstleistung genauere Angaben machen. Die Hotline-Nummer findet ihr in der Regel ebenfalls auf der Rechnung.
  • Falls euer Anbieter auch nur Dimoco als Vertragspartner nennen kann, müsst ihr dort nach dem eigentlichen Anbieter fragen.

Hier die Dimoco-Kontaktdaten:

Webseite https://dimoco.eu/
E-Mail-Adresse hello@dimoco.eu
Telefonnummer +43 1 33 66 888-0
Postanschrift DIMOCO Corporate Headquarters

Campus 21, Europaring F15/302

2345 Brunn am Gebirge/Wien

Österreich

Wenn sich das Abo in dem Dimoco-Service-Center nicht kündigen lässt, solltet ihr es direkt per E-Mail oder Brief kündigen, sobald ihr die Kontaktdaten herausgefunden habt. Nennt dabei unbedingt euren Namen und die Anschrift sowie die Mobilfunknummer. Wenn euch euer Telefonanbieter oder Dimoco sagen konnten, um welches Abo es sich handelt, nennt auch das.

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An diesen 10 Anzeichen erkennt ihr Fake-Shops im Internet.

Vorbeugung gegen Abo-Fallen: Drittanbietersperre

Eine sogenannte Drittanbietersperre sorgt dafür, dass über eure Handy-Nummer weder kostenpflichtige SMS noch Abos bezahlt werden können. In dem Fall könntet ihr also so ein Abo nicht einmal (über eure Handy-Nummer) abrechnen, wenn ihr es wolltet. Abosm die innerhalb einer App über Google oder Apple abgerechnet werden funktionieren weiterhin.

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Wie das bei den verschiedenen Mobilfunkanbietern funktioniert, haben wir für euch in einem speziellen Artikel zusammengetragen. Dort erfahrt ihr, wie ihr mit eurem Provider Kontakt aufnehmt, um diese Sperren schalten zu lassen. Bei der Gelegenheit solltet ihr „Premium-SMS-Dienste“ genauso sperren lassen, wie „Mobiles Bezahlen“ und eventuell noch Sonderrufnummern.

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