Ein Feuerwerk fotografieren: gewusst wie!

Ines Nowotnick

Einmal im Jahr erleuchtet ein riesiges Feuerwerk den Abendhimmel. Es kündigt das neue Jahr an. Wer nun mit seiner Digitalkamera auszieht und im Automatikmodus und mit Blitz glaubt, das Lichtspektakel am Nachthimmel optimal festhalten zu können, der irrt sich. Zwar kann man auch mit einer einfachen Digitalkamera von einem Feuerwerk schöne Bilder machen, allerdings müssen dafür der Blitz und der Automatikmodus ausgeschaltet bleiben. Das gilt auch dann, wenn die Kamera mit einem Aufnahmemodus für Feuerwerk ausgestattet ist. Ist dieser eingeschaltet, so hat man wiederum keine Kontrolle über das Foto.

Ein Feuerwerk fotografieren: gewusst wie!

Mit der richtigen Ausrüstung gelingt das Bild vom Feuerwerk:

  • eine Kamera
  • ein Stativ
  • ein Fernauslöser
  • ein geeignetes Objektiv

Zunächst muss es möglich sein, an der Kamera Einstellungen wie die Verschlusszeit, die Blendenöffnung, die Einstellung des ISO-Wertes und der Fokus manuell eingestellt werden können. Das geht sogar mit einer normalen, kompakten Digitalkamera. Wer eine hohe Bildqualität erzielen möchte, der kommt allerdings um die Anschaffung einer Systemkamera beziehungsweise eine Spiegelreflexkamera nicht herum.

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Feuerwerk fotografieren: das richtige Objektiv

Das Objektiv spielt für das Gelingen des Feuerwerkbildes ebenfalls eine entscheidende Rolle. In der Regel haben kompakte Digitalkameras sowie Bridgekameras keine Wechselobjektive, sodass dieser Punkt vor allem für Besitzer einer DSLR beziehungsweise einer DSLM interessant ist.

Wer ein Feuerwerk fotografieren möchte, der sollte auf sein Teleobjektiv verzichten und zu einem Weitwinkelobjektiv greifen. Ein Zoomobjektiv mit 17-40 mm ist ideal. Um das Feuerwerk mit allen Effekten zu fotografieren, sollte- wer hat- ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv benutzen. Die Brennweiten liegen hier zwischen 14 und 24 mm.

Weil die Bilder vom Feuerwerk nur mit hohen Belichtungszeiten gelingen, ist ein Stativ nötig. Das sollte möglichst stabil sein. Alternativ dazu kann man die Kamera auch an einem hierfür geeigneten Ort abstellen. Unverzichtbar ist auf jeden Fall ein Fernauslöser. Hiermit vermeidet man Verwacklungen.

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Das perfekte Bild vom Feuerwerk: die richtigen Einstellungen vornehmen

  1. Als erstes sollte die Kamera in den Modus für die Verschlussautomatik geschaltet werden. Hierin kann man sämtliche Einstellungen vornehmen, wobei die Kamera praktischerweise die Verschlusszeit selbstberechnet und entsprechend auslöst. Wer die Verschlusszeit ebenfalls einstellen möchte, der schaltet seine Kamera in den Modus M und stellt die Verschlusszeit auf Bulb. Hiermit kann man mit Licht malen, das heißt, der Effektregen des Feuerwerkes wird auf dem Bild in farbigen Linien dargestellt.
  2. Dann muss der ISO-Wert möglichst niedrig eingestellt werden. Hierdurch wird das Bildrauschen minimiert. Wer ein Feuerwerk fotografiert, der will mit Sicherheit keinen „verrauschten“ schwarzen Nachthimmel.
  3. Als nächstes muss die Blende richtig eingestellt werden. Mit der richtigen Blendenöffnung lassen sich die Farbeffekte eines Feuerwerkes ideal widergeben. Das ist natürlich schwierig, weil man bei dem wilden Durcheinander an Silvester kaum den nächsten Farbeffekt voraussagen kann. Daher ist eine Blendenöffnung zwischen f11 und f16 die passende Lösung. Hiermit kann man spielen, je nachdem, ob man das Bild heller oder dunkler haben möchte. Je mehr die Blende allerdings geschlossen ist, umso stärker ist die Schärfentiefe und die Belichtungszeit.
  4. Der Autofokus wird mit dem dunklen Nachthimmel nur wenig zurechtkommen, da es einfach nichts zum darauf fokussieren gibt. Daher ist es ratsam, die Einstellung auf manuell vorzunehmen und den Fokus auf unendlich zu stellen.

Bilder: melis, Andor Bujdoso, K.N.V.

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