Battleloot: Rollenspiel mit taktischen Kämpfen im Comic-Stil

Amir Tamannai 6

Mit Battleloot ist heute ein richtig gutes Taktik-Rollenspiel im Google Play Store aufgeschlagen: Schicke Comic-Grafik, viel Humor, stimmige, rundenbasierte Kämpfe und ein recht tiefgreifende Rollenspiel-Komponente machen das kostenlose Game zu einem Must-Have auf Android-Tablets und -Smartphones. Wir haben die ersten paar Schlachten geschlagen und berichten aus Kameloot.

Battleloot: Rollenspiel mit taktischen Kämpfen im Comic-Stil

[UPDATE: Unser Hands-on-Video zu Battleloot findet ihr hier.]

Erinnert ihr euch noch an Battleheart? Das niedliche Fantasy-Spiel für Android hatte Frank euch vor ein paar Wochen im Video vorgestellt und war ziemlich angetan. Umso größer die allgemeine Enttäuschung, als Entwickler Mika Mobile Anfang März das Handtuch schmiss und die Entwicklung unter Android einstellte, weil sie zu unprofitabel sei.

Seit heute gibt es im Play Store glücklicherweise einen mehr als würdigen Ersatz für Battleheart: Mit Battleloot von Entwickler Digital Tales wird nicht nur der Stil und das Grundprinzip von Battleheart aufgegriffen (ohne dass beide Spiele oder Studios irgendetwas miteinander zu tun hätten), sondern sogar gelungen erweitert – um Witz und spielerischen Tiefgang.

Die Hintergrundstory von Battleloot ist schnell erzählt und wird euch in einem lustigen Theater-esken Intro präsentiert: Der König von Kameloot verlangt horrende Steuern, verspricht aber der „berüchtigsten“ Stadt des Reiches Steuerfreiheit. Fortan buhlen die Städte um Abenteurer um sich diesen Titel zu sichern und somit bares Geld zu sparen. Ihr übernehmt die Steuerung einer Gruppe solcher Abenteurer; und die haben ihrerseits nur eines im Sinn: Loot – zu deutsch: Beute. Im Laufe des Spiels kämpft ihr aber nicht nur gegen andere Gauner und Halunken, es scheint sich auch noch ein Bedrohung durch Orks anzubahnen …

Die ersten paar Level sind ein ausführliches Tutorial, das euch das Spielprinzip erklärt: Zunächst allein, später in der Gruppe kämpft ihr vor hübsch gezeichneten Hintergründen gegen Gauner, pupsende Schafe, rülpsende Riesenorks, Schamanen, Orks auf Wölfen, Orks mit Pfeil und Bogen und Ork-Assassinen – und das sind lediglich die Gegner, die uns in der ersten halben Stunde untergekommen sind.

Die Kämpfe laufen rundenbasiert, sprich: abwechselnd, ab: Pro Runde kann einer eurer Charaktere (dank Spezialattacken dürfen später auch zwei Abenteurer gleichzeitig) einen Gegner angreifen – danach seid ihr in der Defensive. Angriffe werden per Tipp auf den Gegner ausgelöst, dabei kommt das Stein-Schere-Papier-Prinzip in Kombination mit vier verschiedenen Gegner- und Heldenklassen zum Einsatz; so sind Krieger effektiv gegen Heiler, Schurken richten aufgrund ihrer Agilität bei Kriegern großen Schaden an, müssen sich selbst aber wiederum vor Magiern in Acht nehmen und so weiter. Das ist tatsächlich so gut ausbalanciert, dass das Kampfsystem nicht nur in sich stimmig funktioniert, sondern auch genaues Überlegen beim Aufstellen der eigenen, dreiköpfigen Truppe verlangt.

Auf dem Schlachtfeld kommen Spezialattacken zum Einsatz, Charaktere können in Deckung gehen und selbst die Position in der Formation spielt ein Rolle – frei nach der bewährten RPG-Party-Taktik: Besonders widerstandsfähige und gut gepanzerte „Tanks“ nach vorne, Magier und Fernkämpfer nach hinten und den Schurken immer schön von der Seite reingrätschen lassen. Sonderaktion wie Deckung oder Tandem-Angriff helfen zwar dabei, Lebenspunkte zu wahren oder bringen sogar Kombo-Sternchen, die wiederum für Sonderaktionen eingesetzt werden können, verbrauchen aber auch Ausdauer – und wenn die alle ist, kann der betroffene Held nur noch profane Standardattacken starten. Jede Kampfaktion in Battleloot will also wohlüberlegt sein.

Auch virtuelle Münzen gibt es natürlich in Kameloot (letztlich ist das ja die einzige Motivation der meisten Abenteurer, wie diese in den Dialogen vor jedem Kampf auch nicht müde werden zu betonen). Die könnt ihr nutzen, um neue und bessere Ausrüstungsgegenstände und Waffen für eure bunte Truppe zu finanzieren. Dazu dürft ihr zwischen den Kämpfen die „Armory“ besuchen, in der ihr eben auch die Besetzung und Formation eurer Truppe ändert und einzelne Charaktere hochlevelt, sowie mit Spezialfähigkeiten aus einem kleinen, aber feinen Skilltree ausstaffiert.

Battleloot verfügt auch über in-App-Käufe in Form von Münz-Bundles, die für Echtgeld erstanden werden können. Bis zum aktuellen Zeitpunkt, war es für uns noch nicht notwendig, in dieser Hinsicht aktiv zu werden – es kann aber durchaus sein, dass es im späteren Verlauf zu dem bei Freemium-Spielen leider oft ernüchternden Phänomen kommt, dass es ohne Einsatz von Geld nur sehr zäh weitergeht (spätestens dann fliegen solche Spiele bei mir vom Tablet), aber ich möchte Battleloot hier nicht vorverurteilen.

Ich werde Battleloot den Rest der Woche und übers Wochenende fleißig spielen und euch dann Anfang nächster Woche in einem Video-Review zeigen, wie sich das Ganze weiterentwickelt, was meine Heldentruppe inzwischen alles so kann, welche Gegner mir untergekommen sind und ob die Notwendigkeit zum Kauf von Münz-Bundles etwa doch besteht. Wer es mir nachtun möchte, kann Battleloot ab sofort kostenlos aus dem Play Store laden: Das Spiel läuft ab Android 2.2, ist zunächst 4,7 MB groß, lädt nach der Installation aber nochmal eine leider nicht bestimmte Menge an Daten herunter – eine WLAN-Verbindung sei empfohlen.

Download: Battleloot (kostenlos)

Battleloot (kostenlos) qr code

[via DroidGamers]

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