Es ist in der Vergangenheit schon des Öfteren klar geworden, dass Selfies eine Gefahr für Leib und Leben sein können. Ein etwas ungewöhnlicher Selfie-Unfall ereignete sich nun in einem Museum. Geschätzter Wert: 800.000 US-Dollar.

Beschädigt wurde in diesem Fall ein Ausstellungsstück der renommierten japanischen Künstlerin Yayaoi Kusuma, die vor allem für ihre kürbisartigen Skulpturen bekannt ist. Nun mag man sich darüber streiten, ob die leuchtenden Obstattrappen nun wirklich einen hohen künstlerischen Wert haben oder nicht. Tatsächlich gibt es allerdings Kunstfreunde, die für Werke der Künstlerin eine Menge Geld auf den Tisch legen: Eine einzelne ihrer Kürbis-Skulpturen ging etwa im Oktober 2015 für einen Preis von satten 784.486 US-Dollar über den Tisch.

Neue Ausstellung startete am 23. Februar in Washington – mit einem kuriosen Zwischenfall

Im Hirshhorn Museum in Washington DC hat Yayoi Kusuma derzeit eine Ausstellung mit dem Titel All the Eternal Love I have for the Pumpkins, die neben den ohnehin leicht irritierend wirkenden Kürbisskulpturen obendrein in einem Infinity-Room eingebettet ist: Spiegel an den Decken und Wänden sorgen dafür, dass die surrealistische Kürbislandschaft unendlich oft gespiegelt wird.

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Was liegt da näher als angesichts einer solch imposanten künstlerischen Leistung erst einmal ein Selfie für Snapchat oder Instagram zu schießen? Das dachte sich vermutlich ein unvorsichtiger Besucher des Museums, der beim Versuch ein möglichst beeindruckendes Selfie zu machen leider stolperte und prompt einen der teuren künstlichen Kürbisse zerschmetterte. Wie die Museumsleitung gegenüber Artnet bestätigte, musste die Ausstellung für kurze Zeit unterbrochen werden; über die genaue Höhe des Schadens äußerte man sich allerdings nicht.

Die Moral von der Geschichte: Wer unbedingt ein spektakuläres Foto von sich selbst in einem Museum haben möchte, sollte vielleicht besser aufpassen dabei keine unschätzbar wertvollen Kunstobjekte zu zerstören – vielleicht hilft ja in mänchen Fällen auch ein Selfie Stick weiter.

Quelle: Artnet, Yayoi Kusama

Tuan Le
Tuan Le, GIGA-Experte.

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