7 „eindeutige“ Beweise, dass dein Kind in Wahrheit ein ultrakrasser Hacker ist

Tuan Le

Was ist schlimmer als ein Kind, dass den ganzen Tag vor dem Rechner hockt, um Videospiele zu spielen? Richtig: Ein Kind, dass den ganzen Tag vor dem Rechner hockt, um Hacker-Angriffe zu starten. Eine dubiose Liste von Warnhinweisen, veröffentlicht auf Liverpool Echo, sorgt aktuell für Schmunzeln im Internet.

7 „eindeutige“ Beweise, dass dein Kind in Wahrheit ein ultrakrasser Hacker ist

Hacker-Angriffe sind eine ernstzunehmende Gefahr für die gesamte Gesellschaft: Im 21. Jahrhundert sind nicht nur die Menschen selbst zunehmend vernetzt und digitalisiert, sondern auch essentielle Bestandteile der Infrastruktur wie zum Beispiel Strom- und Wasserwerke. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass der Cyber-Terrorismus eine weltweite Gefahr für die Menschheit darstellen könnte; sehr wohl allerdings, dass jeder durchschnittliche 10-Jährige womöglich daran beteiligt ist.

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Krasser Nickname in Minecraft? Dein Kind ist eindeutig ein Hacker

Die Webseite Liverpool Echo hat nun unter Berufung auf den Sicherheitsexperten Vince Warrington eine etwas kurios anmutende Liste an Indizien veröffentlicht, die Eltern dabei helfen sollen ihr Kind als Hacker zu identifizieren. Schon im Alter von 8 Jahren können Kinder angeblich zum Hacken kommen, so Warrington. Daher sollten besorgte Eltern unter anderem nach folgenden Merkmalen bei ihrem Kind Ausschau halten:

  1. Es verbringt die meiste Zeit alleine vor dem Computer. (So wie vermutlich viele ganz normale Zocker und Nerds auch? Draußen ist meistens eh schlechtes Wetter.)
  2. Es interessiert sich fast nur für Computer. (Ist den Eltern vermutlich lieber als Alkohol, Sex und Cannabis, oder?)
  3. Es hat mehrere E-Mail-Adressen. (Ihr meldet euch hoffentlich nicht ernsthaft überall mit der gleichen E-Mail an.)
  4. Es ist so lange online, dass es die Schlafgewohnheiten beeinträchtigt. (Trifft das heutzutage nicht auf jeden zu?)
  5. Es hat einen seltsam klingenden Nicknamen. (Ja man. xO_B1tchslayer04 ist sicher ein krasser Hacker.)
  6. Eure Internetverbindung macht Probleme, weil rivalisierende Hacker euch ständig angreifen. (Vielleicht besser einfach mal beim Provider anrufen.)
  7. Kinder mit Aspergers Syndrom oder Autismus sind besonders betroffen. (Okay, das ist einfach auf so vielen verschiedenen Ebenen falsch.)

Zwar mag es zutreffen, dass Kinder mit Hacker-Ambitionen sämtliche der in der Liste genannten Symptome aufweisen. Der Artikel suggeriert aber indirekt, dass diese Symptome auf Hacker-Aktivitäten hinweisen und schürt somit unnötig Panik. Denn: Fast alle Punkte könnten ganz andere Ursachen als ein Doppelleben als Hacker haben (etwa ein Doppelleben als stinknormaler Gamer) und sind allgemein viel zu vage, um stichhaltige Beweise darzustellen.

Es schadet sicherlich nicht als Elternteil einen verantwortungsvollen Umgang mit der modernen Technologie zu lehren. Vielmehr noch sollten Kinder, bei denen ein Interesse am Thema besteht, in dieser Hinsicht gefördert werden, anstatt dass Ängste geschürt werden, bevor man beim nächsten Hacker-Angriff auf die Idee kommt, sein Kind bei der Polizei anzuzeigen.

Quelle: Liverpool Echo via The Next Web

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