Nach Passwort-Klau: Testet eure Accounts über das BSI

Julien Bremer

Nach dem erneuten Fall des Datenklaus in der vergangenen Woche informiert das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) nun die betroffenen Nutzer, ob ihre E-Mail-Adresse inklusive Passwörter gestohlen wurden.

Wie wir berichteten, hat die Staatsanwaltschaft Verden in der vergangenen Woche dem BSI eine Datenbank mit 21 Millionen E-Mail-Adressen inklusive Passwörtern zur Verfügung gestellt. Diese hat sie im Rahmen einer Ermittlung im Internet gefunden. Nach einer Analyse des BSI sind etwa 18 Millionen Adressen vom Datenklau betroffen, allein drei Millionen davon in Deutschland.

Nach Informationen des Bundesamts für Sicherheitstechnik soll mithilfe der Accounts ein Netzwerk aufgebaut werden, was Spam-Mails verschickt. Weiterhin gehen die Behörden davon aus, dass es sich bei den gefundenen Adressen nicht nur um Zugangskonten von Mail-Accounts handelt, sondern auch um Daten für soziale Netzwerke oder Shopping-Plattformen.

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Das BSI hat den Dienstleistern Deutsche Telekom, Vodafone, web.de, Freenet, gmx.de und Kabel Deutschland die betroffenen Adressen zur Verfügung gestellt, damit diese ihre Kunden informieren können.

Weiterhin hat das Amt einen Sicherheitstest eingeführt, auf der sich Nutzer informieren können, die nicht bei einem der genannten Providern sind. Dafür wird die Mail-Adresse in das gekennzeichnete Feld eingegeben. Zählen eure Daten zu den drei Millionen gestohlenen Adressen, bekommt ihr eine E-Mail. Wurdet ihr davon verschont, gibt es keine Rückmeldung. Wir raten dringen dazu, diesen Test zu machen.

Zum Thema: Sicheres Passwort – Tipps und Merkhilfen

Bild: E-Mail-Icon with lock via shutterstock

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