Gigantischer Hacker-Fund vom BKA: So prüfst du jetzt deinen Account

Johann Philipp

Das Bundeskriminalamt hat rund 500 Millionen gestohlene E-Mail-Adressen und Passwörter in einer sogenannten Underground-Economy-Plattform im Darknet gefunden. Du solltest dringend prüfen, ob deine Daten dabei sind – so geht’s.

Die Daten stammen vermutlich aus verschiedenen Hacker-Angriffen und seien über einen längeren Zeitraum zusammengetragen worden, so die Behörde. Die aktuellsten ausgespähten Zugangsdaten stammen vom Dezember 2016. Für Betroffene können entwendete Zugangsdaten ernste Folgen haben, etwa wenn kostenpflichtige Bestellungen im Namen des Bestohlenen getätigt werden.

Hasso-Plattner-Institut bietet Security-Check an

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Alle betroffenen E-Mail-Adressen und Passwörter sind durch das Hasso-Plattner-Institut in eine Datenbank übertragen worden und lassen sich über den „Identity Leak Checker“ überprüfen. Nach der Eingabe wird das Ergebnis an die verwendete Email Adresse geschickt. Pro Tag kann allerdings nur eine Adresse überprüft werden, um Spam zu vermeiden.

Aktuell ist der Service allerdings zeitweise überlastet. Wir haben Glück, denn unsere Test-Zugangsdaten wurden offenbar nicht von Hackern gestohlen und veröffentlicht:


Was sind Underground-Economy-Plattformen?

Google und Co. bilden nur einen kleinen Teil des Internets ab, über einen Tor-Browser gelangt man die dunklen Bereiche des Internets. Im Darknet werden auf verschiedenen Seiten kriminelle Dienstleistungen, Waffen und Drogen gehandelt. Doch nicht alles im Darknet ist illegal – auch wenn es im Zusammenhang meistens darum geht.

Was ist das Darknet?

Technisch gesehen ist das Darknet ein Netzwerk, das private Computer miteinander verbindet und zugleich die Daten verschlüsselt. Es gibt also nicht wie beim üblichen Internet zentrale Server zum Datenabruf, sondern nur private PCs die sich zusammenschließen. Höchste Priorität im Darknet hat die Anonymität. Deswegen kommt man nur mit einem speziellen Browser auf die Seiten und kann auch nur mit Bitcoins zahlen.

Wie kann ich meine Daten vor Hackern schützen?

Das BKA rät allen besorgten Nutzern ihre Daten zu überprüfen. Das geht nicht nur über die Seite des Hasso-Plattner-Instituts, sondern auch über andere Dienste wie „haveibeenpwned„. Hier bekommt man sogar sofort ein Ergebnis, ob die Daten gehackt wurden. Wer betroffen ist, sollte umgehend das Passwort seines E-Mail-Accounts ändern. Wenn dasselbe Passwort auch noch bei weiteren Diensten genutzt wird, sollte es auch dort geändert werden.

Das Grundgesetz der Internetsicherheit lautet immer noch: Niemals dieselben Passwörter für unterschiedliche Dienste und Portale verwenden. Mit Hilfe von Passwort-Managern wie 1Password oder KeePass können sichere Passwörter erstellt und gesichert werden.

Quelle: BKA

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