SMS-Offensive mit RCS-e: Telekom, Vodafone und Telefónica planen gemeinsamen Messaging-Dienst

Amir Tamannai 4

Die SMS ist eigentlich so gut wie tot – die meisten Smartphone-Besitzer nutzen Google Talk oder WhatsApp, um auch plattformübergreifend in Kontakt zu bleiben. Das gefällt den großen Mobilfunkanbietern natürlich gar nicht, schließlich verlieren sie dadurch ’ne Menge Geld. Deswegen haben sich drei zusammengetan, um etwas dagegen zu unternehmen … wenn das mal gut geht.

SMS-Offensive mit RCS-e: Telekom, Vodafone und Telefónica planen gemeinsamen Messaging-Dienst

Mein Lieblings-Medium, der Focus, hat mal wieder Fakten, Fakten, Fakten aus der bunten Welt der mobilen Kommunikation ans Licht gebracht: So meldet das dickste der deutschen Boulevardblätter heute, dass die Telekom, Vodafone und Telefónica gemeinsam einen Messaging-Dienst an den Start bringen wollen, der das Abwandern der bisherigen SMS-Kunden zu Drittanbietern wie WhatsApp unterbinden und kompensieren soll.

Und wie soll das gehen? So ganz im Detail bekannt ist das leider noch nicht. Die Rede ist von einem „Rich Communication Suite enhanced“-Dienst (RCS-e), der vom Branchenverband GSMA entwickelt wird, den Austausch von Textnachrichten, Sprache, Bildern, Videos und Dateien erlauben und dabei einiges besser machen soll, als bisherige Services: „Im Gegensatz zu vorhandenen Messaging-Diensten müssen sich die Kunden der Netzbetreiber, die RCS-e anbieten, keine Gedanken mehr machen, welche Kontakte welchen Messenger nutzen und wer wie am besten zu erreichen ist“, erklärte ein Vodafone-Sprecher gegenüber dem Fokus. So soll zum Beispiel schon im Adressbuch angezeigt werden, ob sich ein Kontakt in einem Gebiet mit schnellem Datentransfer befindet, um ein Video empfangen zu können.

Ich bin nicht ganz sicher, ob oben genanntes Szenario wirklich eine drängende Frage ist, die sich WhatsApp-Nutzer häufig stellen. Wann der Dienst verfügbar sein soll, wurde nicht erklärt. Samsung hatte vor ein paar Monaten mit ChatOn (oder „Schaton’“ wie wir es Redaktions-intern nennen) ein ähnliches Experiment gestartet – konnte sich damit bislang am Markt aber nicht wirklich platzieren.

E-Plus wird wissen, warum sie bei der Provider-Offensive lieber (noch) nicht mitmachen …

FOCUS [via SmartDroid]

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