Paul Teutul Sr. tot: Meldung bei Facebook, Twitter und Co. ist ein Fake

Martin Maciej

In Zeiten des Internets verbreiten sich Nachrichten rasend schnell. Besonders von dramatischen Meldungen erfährt man häufig über Facebook, Twitter und Co. zuerst, bevor man von der Nachricht dann auch im Fernsehen oder über Radio etwas mitbekommt. Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass so auch viele Falschmeldungen ihren Weg machen. So liest man immer wieder die Nachricht, nach welcher Paul Teutul Sr. tot sei.

Paul Teutul Sr. tot: Meldung bei Facebook, Twitter und Co. ist ein Fake

Paul Teutul Sr. ist einer der Mitbegründer der „Orange County Choppers“, einem Unternehmen, das sich auf Chopper-Sonderanfertigungen konzentriert. Internationale Berühmtheit erlangt Teutul Sr. und das Unternehmen durch die Sendung „American Chopper“, welche in Deutschland bei DMAX ausgestrahlt wird. Mit fast 70 Jahren ist Teutel Sr. bereits in einem fortgeschrittenen Alter, doch noch weit davon entfernt, tot zu sein.

Hoaxes auf Facebook.

Paul Teutul Sr.: Tod durch Krebs oder Unfall?

Immer wieder tauchen bei Twitter oder Facebook Meldungen und Bilder auf, auf denen behauptet wird, Paul Teutul Sr. sei verstorben. Auch angebliche Nachrichtenseiten verbreiten die Fake-Meldung über den angeblichen Tod. Zuletzt gab es etwa Anfang Juni eine Meldung, nach welcher Teutul Sr. einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung erlegen sein soll. Auch Meldungen über einen angeblichen Motorrad-Unfall bei Gretna wurden bereits über Facebook gestreut.

Wer jedoch einen Blick auf den offiziellen Facebookauftritt des Biker-Stars wirft, findet zahlreiche Fotos, auf denen sich Teutul Sr. auch Ende Juni noch in bestem Zustand zeigt. Die Nachricht über den Tod Teutul Sr. ist demnach ein Fake. Auch im Facebook-Auftritt der Orange County Choppers wurde die falsche Todesnachricht bereits dementiert.

Paul Teutul Sr. ist nicht tot und lebt auch im Juni 2016

Hinter solchen Hoax-Nachrichten stecken nicht selten Cyber-Betrüger. Über Facebook werden solche Nachrichten in meist geschlossenen Gruppen gestreut. Die Meldung wird dabei mit einem dramatischen Bild angeteasert. Wer mehr über den angeblichen Tod erfahren möchte, soll dem Link zur Meldung folgen. Hier gelangt man in der Regel allerdings nicht zur gewünschten Nachrichtenseiten, sondern wird dazu aufgefordert, eine Facebook-Seite zu liken oder den entsprechenden Beitrag zu teilen.

Im Anschluss wird man jedoch nicht zur gewählten Nachricht weitergeleitet, sondern findet ein Gewinnspiel oder eine Aufforderung zum App-Download auf dem Bildschirm wieder. Hier hinter verstecken sich dann Spam-Fallen oder kostenpflichtige Abo-Dienste, die sich aus dem Download der App ergeben. Auch jetzt bleibt jedoch von der gewünschten Meldung keine Spur. In harmloseren Fällen nutzen die Betrüger solche Fake-Nachrichten lediglich dazu, um Aufmerksamkeit für eine eigene Facebook-Seite zu erhaschen.

Solltet ihr bei Facebook auf Nachrichten über den Tod prominenter Personen stoßen, gilt es immer, eine seriöse Quelle gegen zu checken. Die Quelle, die unten auf Facebook-Nachrichten angegeben ist, lässt sich jedoch leicht fälschen. Steuert bei Unsicherheiten also ein News-Portal eurer Wahl an und überprüft, ob es dort Meldungen über den Tod der bekannten Person gibt. Ist dies nicht der Fall und werdet ihr beim Aufrufen der Todes-Nachricht über Facebook dazu aufgefordert, ein Like zu hinterlassen oder euch bei einem Gewinnspiel anzumelden, ist aller Voraussicht nach von einem Fake und einer eventuell teuren Falle auszugehen.

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