Full Feed und Short Feed: RSS vollständig und als Auszug anbieten über Feedburner

Peer Göbel

feedburner-full-feed
Wer ein Blog hat, steht vor der Frage, wie der RSS-Feed zum Abonnieren angeboten werden soll. In WordPress gibt es standardmäßig nur die Möglichkeit, zwischen vollständigen Artikeln oder Exzerpten zu wählen – entweder, oder. Mit Hilfe des Google-Diensts Feedburner lassen sich beide Varianten anbieten. Wir zeigen, wie man einen Short Feed und einen Full Feed herstellt.

Viele Leser bevorzugen es, in ihrem Feedreader-Programm den gesamten Artikel zu haben, um nicht für den Rest auf die Webseite gehen zu müssen. Anderen reicht der Teasertext, um einen Überblick zu kriegen, und als Blogger will man natürlich auch Besucher auf die Seite kriegen. Das LoadBlog bietet ab jetzt einfach beides an. Und so wird’s gemacht:

1. Full Feed in WordPress einstellen

Im Backend von WordPress kann man unter Einstellungen->Lesen auswählen, ob der Feed vollständig oder in Auszügen angeboten werden soll.

wordpress-rss-feed-backend

Für unseren Zweck wählen wir den ganzen Text, um dann bei Feedburner einen vollen Feed einzurichten und einen, der von Feedburner gekürzt wird.

2. Warum überhaupt Feedburner?

Der Google-Dienst bietet vor allem ausführliche Statistiken über die Abonnenten (Anzahl, Reader, Browser, Entwicklung…), aber auch zusätzliche Funktionen wie die Möglichkeit zum E-Mail-Versand, Werbungs-Einbindung und nicht zuletzt auch des Kürzens von Einträgen. Den vollständigen Hauptfeed muss man natürlich nicht über Feedburner laufen lassen, wir haben uns aber beim Loadblog (auch für die Erklärung im folgenden) dafür entschieden, um die Statistiken für alle Feeds zu haben.

Das Feedburner-Plugin Feedsmith für WordPress braucht man nur, wenn die normale Feed-Adresse blogname.de/feed/ automatisch zu Feedburner weitergeleitet werden soll. Der Nachteil besteht darin, dass das Feedburner-Plugin die von WordPress seit Version 2.5 angebotenen Feeds für Kategorien und Tags nicht unterstützt.

Für die folgende Lösung ist das Plugin gar nicht nötig, wenn man auf der eigenen Seite und im Header (siehe unten) alle Links von blogname.de/feed/ auf die neue feedburner.com-Adresse umstellt.

3. Feeds bei Feedburner anlegen

Um Feedburner zu nutzen, muss man sich mit E-Mail-Adresse anmelden. Dann kann man Feeds einfach mit der Adresse des Blogs hinzufügen:

feedburner-start1

Diesen Prozess machen wir zwei Mal; einmal für den Short Feed (haben wir loadblog genannt), und einmal für den Full Feed  (loadblog full – hier muss dann nichts mehr in Feedburner geändert werden).

Für den Short Feed kann man nach der Einrichtung unter dem Reiter „Optimieren“ die Feed-Texte kürzen:

feedburner-optimieren

Links ganz unten gibt es den Punkt „Auszug“ bzw. „Summary burn“ (in der englischen Version). Dort gibt man die gewünschte Länge des Artikel-Ausschnitts an, außerdem kann man einen Text hinter jeden Eintrag setzen (allerdings ohne HTML).

feedburner-auszug

Jetzt haben wir die zwei Feeds und müssen sie nur noch in unserem Blog verlinken. Die Adressen des Feeds erhält man in Feedburner ganz oben unter „Feed-Details bearbeiten“. Diese Adresse kann dann einfach im Blog verlinkt werden: In unserem Fall also http://feeds.feedburner.com/loadblog-full und http://feeds.feedburner.com/loadblog/feed (oder http://www.loadblog.de/feed – wird vom Plugin weitergeleitet).

4. Adressen in den Header eintragen

Jetzt wollen wir noch, dass auch das RSS-Symbol in der Adressleiste vom Browser die zusätzlichen Feeds anzeigt – denn das ist der Ort, an dem viele User ihr Abo abschließen:

rss-firefox-oben

Dazu muss man in die header.php folgenden Code ändern (via Plerzelwupp) – man sucht nach dem Aufruf der Feedadresse, der etwa so aussieht:

<link rel=“alternate“ type=“application/rss+xml“ title=“<?php bloginfo(’name‘); ?> RSS Feed“ href=“<?php bloginfo(‚rss2_url‘); ?>“ />

und ändert das in:

<link rel=“alternate“ type=“application/rss+xml“ title=“LoadBlog RSS – komplette Artikel (Full Feed)“ href=“http://feeds.feedburner.com/loadblog-full“ />

<link rel=“alternate“ type=“application/rss+xml“ title=“LoadBlog RSS – Ausz&uuml;ge (Short Feed)“ href=“http://feeds.feedburner.com/loadblog/feed“ />

Jetzt sind die Feeds auch direkt vom Icon aus erreichbar. Voilà: Die Besucher haben die Wahl, ob sie den vollständigen oder den kurzen Feed abonnieren wollen.

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