Der Cloudspeicherdienst Dropbox bekommt Konkurrenz. Mit Cloud Experience CX ist ein Anbieter ins Rennen gestiegen, der jedem Neumitglied gleich 10 GByte Freivolumen schenkt. Bei Dropbox sind es nur 2 GByte. Wir haben uns den Dienst einmal angesehen.

 

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Facts 

Cloud Experience CX bietet verglichen mit Dropbox nicht nur die fünffache Menge Onlinespeicher an. Es gibt auch ein vergleichbares Interface, das sogar etwas mehr Feinsteuerung bietet als das des Platzhirsches.

Die Registrierung ist schnell erledigt

Der Onlinespeicherdienst Cloud Experience erlaubt das Hochladen von Dateien und ihre Weitergabe an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Mit dem Share-Knopf können dabei die im Interface markierten Dateien weiter gegeben werden. Die Gruppenverwaltung macht es leicht, Benutzerberechtigungen zu verwalten und auch mehreren Personen den Zugriff auf eine Datei zu erlauben.

Rechner, auf denen Cloud Experience installiert wird, erhalten einen Namen

Natürlich können die Dateien auch gelöscht oder in andere Ordner verschoben werden. Mittels Checkboxen ist das auch im Webinterface leicht zu bewerkstelligen. Der Datentransfer erfolgt verschlüsselt über SSL mit 2048 Bit. Auf den Servern werden die Daten nach Herstellerangaben ebenfalls verschlüsselt gelagert. Mitarbeiter und Programmierer von Cloud Experience soll der Zugriff verwehrt sein.

Mit der Cloud lassen sich beliebig viele Ordner synchronisieren

Der Upload gestaltet sich wie bei jeder Webanwendung einfach, wobei Cloud Experience auch mehrere Dateien in einem Rutsch akzeptiert. Vor dem eigentlichen Hochladen kann der Ordner bestimmt werden, in dem die Dateien landen sollen. Die Synchronisation mit dem Smartphone, Mac und PC ist ebenfalls möglich. Hier gibt es für Anwender mit vielen Dateien einen großen Vorteil: In den Einstellungen lässt sich vermerken, welche Ordner mit welchen Geräten synchronisiert werden sollen.

Das Webinterface von Cloud Experience ist übersichtlich

Bei geschickter Organisation kann so verhindert werden, dass riesige Dateien auf kleine Mobilgeräte übertragen werden, die eigentlich nur für den stationären Betrieb interessant sind. Werden sie doch einmal benötigt, können sie auch vom Mobilgerät aus in einen Ordner verschoben werden, der dann synchronisiert wird. Leider ist beim Testen die Geschwindigkeit des Dienstes einige Male negativ aufgefallen. Das mag eine Einzelfallbetrachtung sein und ist uns auch schon bei Dropbox passiert, aber man sollte es dennoch im Auge behalten.

 iOS-App von Cloud Experience CX

Derzeit gibt es Mobile-Apps für Android, Blackberry und iOS, wobei eine für das iPad angepasste Version noch aussteht. Künftig will der Anbieter auch mehr Speicherplatz anbieten, allerdings gegen Bezahlung. 30 GByte Platz sollen dann pro Monat rund 10 US-Dollar kosten, für Entwickler mit API-Zugriff soll zudem eine kostenlose Version mit 10 GByte und eine kostenpflichtige mit 100 GByte Cloudspeicher für rund 40 US-Dollar im Monat angeboten werden.

Winload-Fazit: Cloud Experience CX ist nicht unbedingt ein vollständiger Ersatz für Dropbox und Co, da die Übertragungsgeschwindigkeit manchmal einbricht. Allerdings lockt der große Onlinespeicher, so dass man vielleicht beide Systeme parallel nützen kann. Wie immer gilt, dass man wirklich wichtige Daten gar nicht oder nur selbst verschlüsselt auf Onlinespeichern sichern sollte.

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Cloud-Speicherdienst mit 10 GByte Freivolumen

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