Firefox 7: Mozilla empfiehlt Aussetzung des Updates

Philipp Süßmann

Zwei Tage ist es her, das Firefox 7 in der finalen Version auf die sehnsüchtige Internet-Gemeinde losgelassen wurde, jetzt haben die Mozilla-Entwickler vorerst die Bremse gezogen. Grund sollen wohl Problem mit einigen Erweiterungen sein. Wer das Update schon durchgeführt hat, dem hilft eine zusätzliche Erweiterung.

Zunächst einmal muss man beruhigen: Dramatisch sind die Folgen eines Updates auf Firefox 7 nicht, das zeigt schon die Tatsache, dass sich die Installationsdatei nach wie vor problemlos von den Mozilla-Servern downloaden lässt. Nach der Installation gibt es auf einigen Systemen Probleme mit der Anzeige von einzelnen, oder sogar allen Addons. Beispielsweise tritt das Problem bei der populären Erweiterung NoScript auf. Die Entwickler raten daher, mit dem Update noch zu warten, bis ein gefixte Version vorliegt, auch wenn die Erweiterungen glücklicherweise nicht deinstalliert werden.

Falls ihr das Update bereits installiert habt: Keine Panik. Ersteinmal solltet ihr kontrollieren, ob Extensions und Add-ons abhanden gekommen sind. Falls nicht, hat sich das Problem ohnehin erledigt und ihr könnt mit Firefox Version 7 ruhig weiterarbeiten. Sollten doch Erweiterungen fehlen, werden sie mit dem nächsten Update sowieso wieder erscheinen.

Sind wirklich wichtige Extensions verschwunden, könnt ihr diese mit einem simplen Workaround wieder herstellen. Dazu müsst ihr eine zusätzliche Extension installieren. Mozilla erklärt auf einer eigens eingerichteten Hilfe-Seite, wie der Workaround funktioniert.

Das Maleur wirft aber schon die Frage auf, ob die oft kritisierte Release-Politik des Firefox nicht auch eine Mitschuld an den jetzt auftretenden Problemen hat. Vermutlich vom Druck der Konkurrenz dazu getrieben. hat Mozilla sich vor kurzem das ehrgeizige Ziel vorgenommen, alle sechs Wochen eine neue Version von Firefox zu präsentieren. Ein hoher Zeitdruck für die Entwickler, die jetzt nur noch wenige Wochen haben, um neue Funktionen wirklich marktreif fertigzustellen. Außerdem wird die Betaphase natürlich auch auf lediglich sechs Wochen reduziert. Offenbar war es wohl diesmal zu kurz um sicherzustellen, dass die neue Version problemlos läuft. Hoffentlich hat Mozilla daraus gelernt.

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