Einer der Haupt-Traffic-Faktoren im Netz sind Flashvideos, etwa über Google Videodienst YouTube. In der neuen Flash-Version 10.1 integriert Adobe stark verbesserte Peer-2-Peer-Funktionen, um Server zu entlasten, die die Daten ausliefern.

 

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Dass Adobe an Peer-to-Peer-Verfahren für Flash arbeitet, war schon länger klar. Mit der kommenden Flash-Version 10.1 will Adobe P2P-Technik über das Real Toime Media Flow-Protocol (RTMFP) flächendeckend zur Verfügung stellen. Dabei kommt von Adobe zu lizenzierende Servertechnik namens Stratus zum Einsatz, die für Publisher in der Betaphase kostenlos verwendbar ist.

Der mutmaßlich wichtigste Einsatzbereich für die Technik düfte die Auslieferung von Multimediainhalten sein, sowohl On-Demand, als auch bei Livestreaming. Wenn beispielsweise ein Anbieter Video per Flash ausliefern möchte, hat er die Möglichkeit zu definieren, ob das Video direkt vom eigenen Server geladen werden soll, oder in Teilstücken auch zwischen Usern, die dieses Video gerade betrachten, untereinander ausgetauscht werden darf. Aber auch Multiplayer-Flashspiele sollen clientseitig untereinander über das RTMFP-Protokoll kommunizieren können.

Auf Nutzerseite erfordert P2P in Flash, dass der Nutzer die Technik im Flashplayer oder Adobe AIR-Anwendungen zulässt, ähnlich wie bisher auch etwa der Zugriff auf Mikrofon und Webcam akzeptiert werden muss.

Im Hintergrund soll eine BitTorrent-ähnliche Technik beim P2P-Streaming über Flash zum Einsatz kommen. Vorteile für Publisher sind stabilere Datenauslieferung selbst bei Traffic-Spitzen und stark verringerte Traffickosten. Adobe profitiert mutmaßlich finanziell durch die Lizenzierung von Stratus, aber auch indirekt, indem Flash ein neues Alleinstellungsmerkmal gegenüber HTML5 erlangt.

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