Paint.NET: kostenlose Bildbearbeitung mit vielen Funktionen

Frank Ritter

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In einer neuen Serie möchten wir euch die Lieblings-Freeware-Programme der LoadBlog-Redaktion vorstellen. Software, die kostenlos ist, aber Programme aus dem Bezahlbereich häufig aufwiegen oder gar ersetzen kann. Erster Kandidat für diese Serie: Paint.NET, ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm.

Paint.NET-Screenshot

Um zu erklären, weshalb Paint.NET die perfekte Bildbearbeitung für mich ist, muss ich erst einmal erklären, wofür ich es brauche. Als Webseiten-Redakteur sind gefühlt 80% meiner Grafikaufgaben simples Aufbereiten von vorhandenen Bildern und Screenshots für Web. Ich brauche also Basisfunktionen: Größe ändern, Maskieren, Freistellen und so weiter – schnell verfügbar, und zwar am besten per Tastaturkombination. In dieser Hinsicht enttäuscht Paint.NET nicht: Das Programm startet in wenigen Sekunden, mit Strg+Alt+V füge ich ein Bild aus der Zwischenablage in ein neues Bild ein, mit Strg+ Mausrad zomme ich hinein und hinaus. Eine Tabvorschau erleichtert die Übersicht über alle geöffneten Bilder. Markierte Bereiche kann ich mit Entf transparent machen, mit Strg+Umschalt+X freistellen. Ebenen kann man sehr komfortabel verwalten und natürlich unterstützt Paint.NET alle wichtigen Dateiformate – sowohl lesender- als auch schreibenderweise.

LoadBlog verwackelt mit Paint.NET

Natürlich bietet Paint.NET auch viele Funktionen zur Bildmanipulation. Standards wie Farbton-, Kontrast- und Helligkeitsanpassung sind dabei, aber auch Effektfilter, mit denen man ein Bild z.B. verwackelt, in Sepiatöne getaucht oder wie eine Bleistiftskizze aussehen lassen kann. Eine meiner Lieblingsfunktionen ist der Rotationszoom, mit dem man die Perspektive auf ein Bild quasi-dreidimensional ändern und verschieben kann. Es sind von Haus aus viele Effekte, Funktionen und Filter integriert, von der Community gibt es aber noch eine Menge weiterer Paint.NET-Plugins. So kann man beispielsweise mit dem passenden Plugin sogar Photoshop-PSD-Dateien in Paint.NET öffnen.

Paint.NET basiert auf Microsofts Software-Plattform .NET und wird von der Washington State University in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt. Leider läuft Paint.NET nur unter Windows (ab XP mit Service Pack 3), es existieren aber auch Initiativen zur Portierung beziehungsweise Nachbildung des Programms: Paint Mono für Linux und Pinta für Linux, Mac und Windows.

Mein Fazit: Machen wir uns keine Illusionen – Bildbearbeitung ist eine Glaubensfrage, fast so schlimm wie die Frage nach dem besten Browser. Mir persönlich gefällt aber Paint.NET am besten und nach einem Jahr fast täglicher Benutzung bin ich immer noch zufrieden. Ich musste mich nicht so stark einarbeiten wie in The GIMP, muss dafür kein Geld bezahlen wie für Paint Shop Pro oder gar Photoshop und erhalte trotzdem gute Ergebnisse. Somit ist Paint.NET in meinen Augen eine klare Download-Empfehlung, insbesondere für Grafik-Einsteiger.

Kostenloser Download: Paint.NET (Windows)
Grafikprogramm für Gelegenheitsnutzer und Fortgeschrittene

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