Mozilla experimentiert mit Open Web Apps

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Mozilla hat einige Überlegungen angestellt, die unter dem Label „Open Web Apps“ laufen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen wohl um einen Web App Store, der dem von Google ähnelt - jedoch durch verbindlichere Normen plattformübergreifend funktionieren soll.

Es mag sein, dass das Wort Open im Internetkontext mittlerweile ein wenig überstrapaziert wird. Auch bei Mozillas Projekt Open Web App Ecosystem geht es nicht vordergründig darum, den Open Source-Geist hinaus zu tragen. Vielmehr möchte Mozilla der Tatsache Rechnung tragen, dass immer mehr Applikationen über einen Browser gestartet werden und nicht auf dem Rechner installiert sind. Google hat aus diesem Grund derzeit einen Web App Store in der Entwicklung, in dem diese Applikationen angeboten werden können.

Was Mozilla mit den Open Web Apps versucht, ist, das Angebot an Web Apps zu normieren, so dass diese theoretisch in jedem Browser zu den gleichen Bedingungen installiert werden können. Dazu zählt, dass sich die Icons der Apps angleichen, so dass sie in einem fest definierten App Dashboard eines Browsers wie Firefox oder dem Internet Explorer installiert werden können. Aber auch, dass zum Beispiel Bezahlapps zu den stets gleichen Bedingungen angeboten werden können, so dass sich der Nutzer unabhängig von der Plattform, mit der er gerade surft, schnell zurecht findet.

Open Web Apps heisst also nicht, dass die Applikationen frei oder via Cloud immer verfügbar sein sollen, sondern es stellt lediglich die (ausgearbeitete) Idee eines technischen Manifestes in den Raum. Da an der Idee der installierbaren Web Apps zwar allerorten gearbeitet wird, de facto aber noch überhaupt keine verfügbar sind, ist schwer abzuschätzen, ob sich diese Idee durchsetzen wird.

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